Vorteil von KNX und Co. im Vergleich zu "Do it Yoursel"-Lösungen wie Homematic?

Veröffentlicht am 18. April 2021 in Homematic (IP)
0 am 29. November 2018

Hallo,

eine Frage an die Smart Home Experten: Neben den ganzen “Do it yourself-Systemen” für einige hundert Euro (Homematic IP, Telekom SmartHome, Devolo Home Control, Innogy SmartHome und Co.) gibt es ja noch die kabelbasierten Systeme wie KNX, Digitalstrom und Co.

Mich würde interessieren, welche Vorteile solche Systeme aus Eurer Sicht haben? Der Funktionsmfang ist ja ähnlich, bzw. wenn ich das richtig sehe kann man mit den günstigen Lösungen teilweise sogar noch mehr machen (Alexa-Steuerung, Geo-Fencing etc.), vor allem auch ohne programmieren zu müssen.

Dennoch werden die günstigen KNX-Alternativen oft als “Baumarktlösungen” bezeichnet (obwohl es die meisten davon ja gar nicht im Baumarkt gibt aber nun gut). Was ist da dran? Nachteil bei KNX und Co. ist aus meiner Sicht, dass man das System nicht in ein neues Zuhause mitnehmen kann, wenn man mal in ein neues Haus zieht (Jobwechsel o.ä.).

Würdet Ihr wenn Ihr heute ein Smarthome plant auf ein funkbasiertes System oder auf ein “Profi-System” wie KNX setzen?

Ich frage wirklich aus Interesse, sicherlich haben beide Optionen ihre Daseinsberechtigung (ich kenne sie aber halt noch nicht 🙂

Freue mich über Eure Antworten.

Beste Grüße

Timotim

 
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0 am 29. November 2018

Hi,

bei KNX ist das “selber machen” schwieriger als die genannten Gateways.
Kabellösungen sind meist nicht ganz so Störanfällig wie Funk, muss aber sagen das mein Z-Wave Haus sehr gut läuft.

Gruß Helle

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0 am 30. November 2018

Hallo Helle,

besten Dank für Deine Antwort. Ja, habe auch den Eindruck dass man bei KNX und Co. nicht wirklich etwas selber machen kann, wenn man nicht gerade Programmierer ist.
Z-Wave scheint eine interessante Option zu sein, das werde ich mir auf jeden Fall auch mal anschauen.

Grüße

Timotim

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0 am 23. Januar 2019

Nachteil bei KNX und Co. ist aus meiner Sicht, dass man das System nicht in ein neues Zuhause mitnehmen kann, wenn man mal in ein neues Haus zieht (Jobwechsel o.ä.).

Warum sollte man das machen wollen? Sollte es sich um Eigentum handeln, dann steigert ein eingebautes System doch nur den Wert und wird einfach mitverkauft. Am neuen Ort kauft/baut man sich eben was neues. In einer Mietimmobilie sind die Baumarktlösungen natürlich die bessere Alternative.

Als Baumarktlösung werden die Systeme deswegen bezeichnet, weil ein Smarthome ein Konzept erfordert(sonst ist es nur ein Sammelsurium an fernbedienbaren Geräten) da mit den DIY-Lösungen jedoch in der Regel fleißig losgebaut wird, oft ohne einen wirklichen Plan was wie zusammenarbeiten soll ist es eben oft nichts halbes und nichts Ganzes.

Der Funktionsmfang ist ja ähnlich, bzw. wenn ich das richtig sehe kann man mit den günstigen Lösungen teilweise sogar noch mehr machen (Alexa-Steuerung, Geo-Fencing etc.),

Nein man kann nicht mehr machen. Alles was die bekannten Systeme können wurde entweder überhaupt erst durch KNX möglich, oder wurde hinterher ganz schnell an KNX angebunden.

Würdet Ihr wenn Ihr heute ein Smarthome plant auf ein funkbasiertes System oder auf ein “Profi-System” wie KNX setzen?
KNX natürlich, warum sollte man sich selbst einschränken wollen und was anderes nehmen.

a, habe auch den Eindruck dass man bei KNX und Co. nicht wirklich etwas selber machen kann, wenn man nicht gerade Programmierer ist.

Wenn mann mit der Maus umgehen kann und z.B. Excel versteht, dann kann man auch KNX.

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0 am 25. Januar 2019

Warum sollte man das machen wollen? Sollte es sich um Eigentum handeln, dann steigert ein eingebautes System doch nur den Wert und wird einfach mitverkauft. Am neuen Ort kauft/baut man sich eben was neues. In einer Mietimmobilie sind die Baumarktlösungen natürlich die bessere Alternative.

Aus zwei Gründen:

1.) Weil die Diskussionen hier im Forum doch zeigen, dass jeder unter Smart Home etwas anderes versteht. Der Eine schwört auf KNX, der Nächste auf HomeKit, der Übernächste auf Z-Wave und so weiter. Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass der potentielle Käufer der Immobilie zufälligerweise ausgerechnet ein KNX-System haben möchte (das er mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal selber konfigurieren kann)?

2.) Wenn Du Dir die diversen Studien zum Smart Home Markt anschaust siehst Du, dass das Thema noch längst nicht in der breiten Masse angekommen ist (auch wenn die “Baumarktlösungen” a la Hue, Alexa und Co. gerade einiges dazu beitragen). Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der potentielle Käufer überhaupt für das Thema interessiert, sich damit beschäftigen möchte oder gar bereit ist, dafür einen Aufpreis zu zahlen, ist rein statistisch betrachtet gering (und selbst wenn er sich dafür interessiert liegt das erste Argument wieder auf dem Tisch: “Ich will aber HomeKit!!! Ich will alles mit meiner Apple Watch steuern! etc.”).

Als Baumarktlösung werden die Systeme deswegen bezeichnet, weil ein Smarthome ein Konzept erfordert(sonst ist es nur ein Sammelsurium an fernbedienbaren Geräten) da mit den DIY-Lösungen jedoch in der Regel fleißig losgebaut wird, oft ohne einen wirklichen Plan was wie zusammenarbeiten soll ist es eben oft nichts halbes und nichts Ganzes.

Ja, um ein Sammelsurium zu vermeiden, sollte man sich für eine Plattform/Standard (HomeKit, Z-Wave, KNX, Innogy oder was auch immer) entscheiden, dann hat man im Ergebnis eben kein Sammelsurium sondern kann alles wunderbar über eine App steuern. Das hat aber meiner Meinung nach nichts mit DIY-Lösung oder keine DIY-Lösung zu tun.

Viele Grüße und ein schönes Wochenende

Timotim

 

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0 am 25. Januar 2019

Wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass der potentielle Käufer der Immobilie zufälligerweise ausgerechnet ein KNX-System haben möchte (das er mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht einmal selber konfigurieren kann)?

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ groß, dass der neue Käufer ein fertig eingebautes und funktionierendes System mit Dankbarkeit annimmt und auf jeden Fall auch den Preis dafür bezahlt. Alleine schon aus der Tatsache ein “Smarthome” zu haben ohne ein Finger rühren zu müssen.

Dabei ist es völlig belanglos welche Technologie dahinter steckt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich der potentielle Käufer überhaupt für das Thema interessiert, sich damit beschäftigen möchte oder gar bereit ist, dafür einen Aufpreis zu zahlen, ist rein statistisch betrachtet gering

Hier kann ich nur Teilweise zustimmen.

– Interesse, ja wahrscheinlich gering.
– damit beschäftigen, ja noch weniger in der Regel überhaupt nicht.
– Aufpreis bezahlen, ja auf jeden Fall, wenn es denn ein “Smarthome” ist und keine Ansammlung an schaltbaren Steckdosen, Lampen und Thermostaten. Eben rein aus der Bequemlichkeit heraus um sich eben damit nicht beschäftigen zu müssen und einfach nur was fertiges zu haben. Genau das möchte ja die breite Masse.

(und selbst wenn er sich dafür interessiert liegt das erste Argument wieder auf dem Tisch: “Ich will aber HomeKit!!! Ich will alles mit meiner Apple Watch steuern! etc.”).

Mit Apple Geräten lässt sich vieles auch ohne Homekit wunderbar steuern und ohne einen Zoo an Apps zu haben. Somit ist dieses Argument an den Haaren herbeigezogen und zeigt einfach nur das hier Nachholbedarf besteht.

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0 am 25. Januar 2019

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ groß, dass der neue Käufer ein fertig eingebautes und funktionierendes System mit Dankbarkeit annimmt und auf jeden Fall auch den Preis dafür bezahlt.

Nein, das ist ganz offensichtlich nicht der Fall. Wie kommst Du denn zu der These? Wie gesagt, schau Dir einfach die entsprechenden Studien an: “In einer repräsentativen Umfrage bis Ende Oktober 2018 von Hopp Marktforschung aus Berlin unter 1 048 Personen haben 49 % der Befragten angegeben, keinerlei Interesse an Smart-Home-Geräten zu haben. Nur 9 % erklärten, dass sie entsprechende Produkte und Dienstleistungen definitiv nutzen wollen.” (Quelle: Verbraucher sehen Smart Home kritisch)

Dabei ist es völlig belanglos welche Technologie dahinter steckt.

Auch hier: Warum glaubst Du das? Es mag für Dich egal sein (ist es das wirlich?), aber die Diskussionen hier im Forum zeigen doch, dass wirklich jeder Anwender unterschiedliche Bedürfnisse hat und unter dem Thema etwas anderes versteht.

Mit Apple Geräten lässt sich vieles auch ohne Homekit wunderbar steuern und ohne einen Zoo an Apps zu haben. Somit ist dieses Argument an den Haaren herbeigezogen und zeigt einfach nur das hier Nachholbedarf besteht.

Nein, das (exemplarische) Argument ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Auch hier wieder: Schau Dich doch hier im Forum um:

Bei HomeKit hast Du übrigens keinen “Zoo an Apps”. Es gibt nur eine einzige App, damit kannst Du alle Geräte steuern, konfigurieren, einrichten etc.

Was meinst Du “dass hier Nachholbedarf besteht?” Willst Du einem potentiellen Käufer Deiner Immobilie erstmal Nachhilfeunterricht in Sachen Smart Home geben und einem passionierten Apple-Fan verklickern, dass Siri sich ja überhaupt nicht für die Steuerung des Smart Home eignet, er seinen HomePod in die Tonne werfen kann und von der Idee abrücken soll, sein Smart Home mit der Apple Watch zu steuern? Sagen wir mal so: Das könnte eine anspruchsvolle Aufgabe werden, meinst Du nicht? Ist dann ein bisschen so, als würde man seinen BMW in der Garage beim Immobilienverkauf mit verkaufen und vor Dir steht ein Tesla-Fan.

Es gibt übrigens immer mehr alte Menschen, da könnte es dann im Verkaufsgespräch auch schwierig werden (“Hier soll aber nicht überall automatisch das Licht angehen! Wie kann man das denn ausstellen? Wo muss ich drücken? Oh Gott, auf diesem kleinen Bildschirm kann ich das gar nicht lesen. Die Symbole da sehen so komisch aus etc.)

Bei der Frage, ob ein (fest installiertes) Smart Home-System den Wert einer Immobilie steigert oder nicht, würde ich den eigenen Geschmack und die eigene Bewertung des Themas (macht es Sinn sein Smart Home mit der Watch zu steuern etc.) völlig außen vor lassen, das spielt schlichtweg überhaupt keine Rolle. Entscheidend sind nur zwei Punkte:

  1. Interessiert sich die breite Bevölkerung für das Thema Smart Home? (Antwort: nein, bislang ist der Anteil gering. Siehe verlinkte Studie oben)
  2. Selbst wenn das Interesse vorhanden ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Käufer genau dieses (fest verbaute) System haben will? (gering, siehe die zahlreichen Beiträge hier im Forum, die zeigen, dass die Anwender sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben).

Ob man unter diesen Bedingungen auch noch einen Aufpreis bekommt? Klar, mit viel Glück sicherlich. Wahrscheinlicher (Argumente siehe oben) ist es aber, dass Du die Investition abschreiben kannst.

Viele Grüße

Timotim

 

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0 am 25. Januar 2019

haben 49 % der Befragten angegeben, keinerlei Interesse an Smart-Home-Geräten zu haben. Nur 9 % erklärten, dass sie entsprechende Produkte und Dienstleistungen definitiv nutzen wollen.”

Präzise! Niemand hat Interesse an Smarthome-Geräten, denn in einem fertigen Smarthome lebt man einfach und bastelt nicht daran herum. So jedenfalls sagen es alle die schon mehrere Jahrzehnte(oder auch nur wenige Jahre) in einem solchen Haus leben und sollte doch Bedarf an Änderungen herrschen, so ist dies entgegen der landläufigen Meinung oft ohne Spezialkenntnisse möglich.

Das ist auch der Sinn eines Smarthomes. Die Technologie soll in den Hintergrund treten, dabei kaum bemerkbar sein und trotzdem Energiekosten sparen und den Komfort steigern.

Auch hier: Warum glaubst Du das? Es mag für Dich egal sein (ist es das wirlich?), aber die Diskussionen hier im Forum zeigen doch, dass wirklich jeder Anwender unterschiedliche Bedürfnisse hat und unter dem Thema etwas anderes versteht.

Naja ich denke ich habe meinen Standpunkt mehr als oft dargelegt. Eigentlich gibt es nur zwei ernst zunehmende Systeme KNX mit Kabel und Z-Wave mit Funk.

Die Bedürfnisse sind im großen und Ganzen die gleichen. Der Komfort soll erhöht werden. Einfach nur weniger manuelle Eingriffe und alles soll soweit es geht automatisch funktionieren und dem Nutzer die Wünsche praktisch von den Lippen ablesen. Das ist mit dem einen oder anderem System einfach, schwer oder gar nicht zu realisieren.

Nein, das (exemplarische) Argument ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Auch hier wieder: Schau Dich doch hier im Forum um:
– Apple Watch als Fernbedienung für das Smarthome?
– Garagentor mit Appel Watch (Siri) öffnen und schließen?
– Hat KNX noch eine Zukunft?
etc.

Das zeigt doch nur, dass die User einfach nur nicht wissen, wie es überhaupt funktioniert und welche Möglichkeiten welche Systeme anbieten.

Das eben eine Steuerung des Hauses mit einer Applewatch NICHT zwingend erfordert gleichzeitig weitere Applegeräte(oder Homekit) im Haus haben zu müssen. Darauf bezog sich die Aussage: “an den Haaren herbeigezogen”

Dass man bei Homekit eine App hat ist mir bekannt, nur der Nutzen ist fraglich, denn damit braucht man ja wieder NUR Homekit-fähige Geräte.

Den Zoo haben viele User, welche sich für die diversen “Smarthomebauteile” ohne ein Konzept entscheiden. Dann läuft die Beschattung über eine App die Thermostate über eine andere und die Heizung über eine dritte. Und so werkeln die Systeme nicht selten aneinander vorbei statt zusammenzuarbeiten.

Was meinst Du “dass hier Nachholbedarf besteht?” Willst Du einem potentiellen Käufer Deiner Immobilie erstmal Nachhilfeunterricht in Sachen Smart Home geben und einem passionierten Apple-Fan verklickern, dass Siri sich ja überhaupt nicht für die Steuerung des Smart Home eignet, er seinen HomePod in die Tonne werfen kann und von der Idee abrücken soll, sein Smart Home mit der Apple Watch zu steuern? Sagen wir mal so: Das könnte eine anspruchsvolle Aufgabe werden, meinst Du nicht? Ist dann ein bisschen so, als würde man seinen BMW in der Garage beim Immobilienverkauf mit verkaufen und vor Dir steht ein Tesla-Fan.

Der Nachholbedarf besteht darin, den Nutzer aufzuklären, dass Apple, Google und Co nicht der Nabel der Welt sind und man z.B. eben NICHT auf Homekit-fähige Geräte angewiesen ist. Wie schon gesagt Applegeräte eignen sich wunderbar zur Steuerung, Überwachung etc. diverser nicht Homekit-fähigen Lösungen. Da sind schon andere drauf gekommen und die passenden Werkzeuge werden jedem angeboten oft sogar opensource mit Apps und bunten Bildern(so dass keine Programmierkenntnisse nötig sind).

Wenn man sich für Apple und Homekit entschieden hat, dann ist es eben so, aber alles was bis jetzt kam ist mehr oder weniger kalter Kaffee. Interessant ist auch, dass man die gleichen Fehler und Probleme beobachten kann, welche andere Systeme z.B. Z-Wave schon vor 10 Jahren gelöst haben.

Es gibt übrigens immer mehr alte Menschen, da könnte es dann im Verkaufsgespräch auch schwierig werden (“Hier soll aber nicht überall automatisch das Licht angehen! Wie kann man das denn ausstellen? Wo muss ich drücken? Oh Gott, auf diesem kleinen Bildschirm kann ich das gar nicht lesen. Die Symbole da sehen so komisch aus etc.)

Sprichst du jetzt wieder von Homekit? Ja da kann ich zustimmen die älteren Menschen können schon mal auf dem Iphone kaum was erkennen.

Für alle anderen gibt es eben “intelligente” Lichtsteuerungen, wo das Licht eben nur dann angeht wenn es gebraucht wird. Man schafft es mit komplexen Logiken und strategisch gut positionierten Sensoren(Hier hilft es einfach nur etwas Kreativität und Köpfchen walten zu lassen).

Ja ich weiß die Systeme aus dem Baumarkt haben da noch ein weiten Weg bis die das können.

1.Interessiert sich die breite Bevölkerung für das Thema Smart Home? (Antwort: nein, bislang ist der Anteil gering. Siehe verlinkte Studie oben)

Du siehst das Ganze zu eindimensional. Wie ich schon oben geschrieben habe interessieren sich die Wenigsten dafür ja. Die meisten sagen aber nicht nein, wenn es denn schon vorhanden ist. Solange das System intelligent gestaltet worden ist und das macht was die Bewohner möchten ohne “dazwischenzufunken”. Und hier ist der Großteil der DIY-lösungen außer Frage im Nachteil.

Woher die Erkenntniss? Man kann das sehr gut anhand der Entwicklung der Kraftfahrzeuge beobachten. Vor nicht einmal 30 Jahren hatten die Kleinwagen und die untere Mittelkasse(Sprich die Autos für die Masse) kaum Extras. Heutzutage ist ein Kleinwagen ohne ZV, eFH und klimaanlage unverkäuflich und dabei ist es belanglos wer der Hersteller ist und welches System es hat. Es muss nur funktionieren.

Dasselbe kommt auf uns im Bereich der Smarthomes zu. In nicht allzu ferner Zukunft werden Häuser mit intelligenten Steuerungen einfach mehr wert sein als 0815-Bauten mit konventioneller Elektrik.

2.Selbst wenn das Interesse vorhanden ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Käufer genau dieses (fest verbaute) System haben will? (gering, siehe die zahlreichen Beiträge hier im Forum, die zeigen, dass die Anwender sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben).

Die Erfahrungen zeigen, dass das System einfach funktionieren, intuitiv sein muss und den Bewohner nicht stören. Natürlich am besten noch mit den vorhandenen Geräten des neuen Besitzers steuerbar sein. Das ist mit professionellen Systemen relativ leicht und kostengünstig umsetzbar.

Bei DYI sieht es jedoch ganz anders aus. Hier trifft genau dein Fall ein. Der Neue Besitzer möchte es nicht, weil unklar ist was es überhaupt macht. Man kann es nicht mit dem Telefon oder Uhr steuern und es wandert in die Tonne. Zumal die Geräte aus dem Bereich oft gar nicht dafür gedacht sind Jahrzehnte fehlerfrei zu funktionieren.

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0 am 25. Januar 2019

Naja ich denke ich habe meinen Standpunkt mehr als oft dargelegt. Eigentlich gibt es nur zwei ernst zunehmende Systeme KNX mit Kabel und Z-Wave mit Funk.

Ja klar, das ist doch der Punkt: Das ist Dein Standpunkt und das ist ja auch völlig ok so. Viele Smart Home-Anwender (=potenzielle Käufer Deiner Immobilie) sehen das aber offenbar anders, das zeigt sich ja hier im Forum und an den Verkaufszahlen der “Baumarktlösungen” wie HomeKit, Innogy, Telekom Smart Home etc. Und diese Nutzer werden nicht bereit sein einen Aufpreis für ein System zu bezahlen, dass sie nicht haben möchten, zumal sie ihr “Baumarktsystem” aus der alten Immobilie ja einfach mitnehmen können. Da wird es dann wenig bringen, wenn Du ihnen erklärst dass es Deiner Meinung nach nur zwei erst zunehmende Systeme gibt etc.

Sprichst du jetzt wieder von Homekit? Ja da kann ich zustimmen die älteren Menschen können schon mal auf dem Iphone kaum was erkennen.

Für alle anderen gibt es eben “intelligente” Lichtsteuerungen, wo das Licht eben nur dann angeht wenn es gebraucht wird. Man schafft es mit komplexen Logiken und strategisch gut positionierten Sensoren(Hier hilft es einfach nur etwas Kreativität und Köpfchen walten zu lassen).

Nein, ich spreche von älteren Menschen, die grundsätzlich keine Lust haben ein Haus mit einer Technik zu kaufen, die sie nicht verstehen und nicht konfigurieren können. Die keine Lust auf “komplexe Logiken” haben. Und deshalb auch kein Aufpreis für diese Funktionen bezahlen werden.

Bei DYI sieht es jedoch ganz anders aus. Hier trifft genau dein Fall ein. Der Neue Besitzer möchte es nicht, weil unklar ist was es überhaupt macht

Das Argument verstehe ich nicht. Das DIY-System wird doch eben nicht mit dem Haus verkauft, sondern einfach mitgenommen? Deshalb ist es ja völlig egal ob der neue Käufer das möchte oder nicht. Das ist doch der zentrale Vorteil von DIY-Funklösungen im Vergleich zu kabelbasierten Systemen wie KNX. Und das war doch auch der Ausgangspunkt der Diskussion…

 

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0 am 26. Januar 2019

Ja klar, das ist doch der Punkt: Das ist Dein Standpunkt und das ist ja auch völlig ok so.

Du hast eben nach einer Expertenmeinung gefragt. Ich habe geantwortet.

Viele Smart Home-Anwender (=potenzielle Käufer Deiner Immobilie) sehen das aber offenbar anders, das zeigt sich ja hier im Forum und an den Verkaufszahlen der “Baumarktlösungen” wie HomeKit, Innogy, Telekom Smart Home etc.

Ich rede nicht unbedingt von meiner Immobilie. Sondern von einer generellen Entwicklung. Denn genau hier muss man unterscheiden ob es eben um Smarthome Anwender geht, oder welche die es werden wollen und mit Homekit, innogy, Telekom etc. mal in die Welt schnuppern wollen.

Und diese Nutzer werden nicht bereit sein einen Aufpreis für ein System zu bezahlen, dass sie nicht haben möchten, zumal sie ihr “Baumarktsystem” aus der alten Immobilie ja einfach mitnehmen können.

Hmm also du denkst also, dass jemand etwas fertiges und funktionierendes eher ablehnt und sich lieber doch (metaphorisch) die Hände nochmals schmutzig macht und alles wieder neu aufbaut? Da bin (nicht nur) ich anderer Meinung. Die breite Masse der Menschen bevorzugt dann doch lieber fertige Sachen, als halbgare Lösungen.

Ein weiterer Punkt gegen die Mitnahme des Systems ist einfach mal die veränderte Situation und Technik. Zieht man von Mietwohnung zu Mietwohnung, dann mag das noch funktionieren. Von einer Mietwohnung in ein Haus und andersherum funktioniert das nur bedingt. Auch von Haus zu Haus sind die Unbekannten zu groß um die Möglichkeit der Mitnahme überhaupt als Vorteil anzusehen.

Beispiel anhand von tado: In einer Wohnung hat man in der Regel Heizkörperthermostate. In einem modernem Haus hat man dagegen Fußbodenheizung. Die Heizkörperthermostate sind somit obsolet und man benötigt welche für die FBH.

->Mitnahme sinnlos.

Da wird es dann wenig bringen, wenn Du ihnen erklärst dass es Deiner Meinung nach nur zwei erst zunehmende Systeme gibt etc.

Das ist nicht nur meine Meinung und das muss ich auch nicht. Es erledigt sich von selbst sobald man einfach mal die Möglichkeiten anschaut und die Systeme gegenüberstellt.

Nein, ich spreche von älteren Menschen, die grundsätzlich keine Lust haben ein Haus mit einer Technik zu kaufen, die sie nicht verstehen und nicht konfigurieren können. Die keine Lust auf “komplexe Logiken” haben. Und deshalb auch kein Aufpreis für diese Funktionen bezahlen werden.

Verstehe. Du redest also von den Menschen, die sich das gute alte Wählscheibentelefon und Schwarz-Weiß Fernsehen zurückwünschen. Da kann ich beruhigen, diese sind in der Minderheit. Der Großteil der “älteren Menschen” geht auch mit der Zeit und passt sich an. Somit sind grundsätzlich die Menschen aller Altersklassen lernfähig.

Auch müssen die “älteren Menschen” eine Hauselektrik weder verstehen noch konfigurieren. Vorteil professionelles System: man braucht kein Smartphone um es zu bedienen. Es fühlt sich nicht anders an, wenn man nicht möchte. Es funktioniert einfach. Licht geht an und aus. usw. die smarten Funktionen laufen nicht sichtbar im Hintergrund ab.

Das Argument verstehe ich nicht. Das DIY-System wird doch eben nicht mit dem Haus verkauft, sondern einfach mitgenommen? Deshalb ist es ja völlig egal ob der neue Käufer das möchte oder nicht. Das ist doch der zentrale Vorteil von DIY-Funklösungen im Vergleich zu kabelbasierten Systemen wie KNX. Und das war doch auch der Ausgangspunkt der Diskussion…

Naja das was du als Vorteil ansiehst ist eben im Grunde keiner. Wieso habe ich weiter oben erklärt. Intelligente Haussteuerungen sind schon Maßanfertigungen egal ob diese vom Profi oder aus dem Baumarkt kommen. Somit ist eine mögliche Mitnahme nur ein Vorteil auf Papier.

Aber um Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen:
Es hindert dich im Grunde nichts daran auch die KNX-Geräte auszubauen und mitzunehmen. Übrig bleiben würde nur das Kabel, welches ~0,30€/m gekostet hat.

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