Smarthome: Wie An- / Abwesenheitserkennung zuverlässig realisieren?

Veröffentlicht am 18. April 2021 in Keine Kategorie
0 am 18. Februar 2019

Moin Forum,

ich plane gerade das Smarthome für mich und meine Familie. Bevor ich mich jetzt für ein bestimmtes System entscheide, möchte ich das erstmal konzeptionell durchdenken. In diesem Zusammenhang folgende Frage:

Ich überlege gerade, wie man eine automatische An- und Abwesenheitserkennung zuverlässig realisieren kann. Ich möchte, dass das System wirklich „smart“ ist und erkennt, ob jemand Zuhause ist (im Idealfall: WER gerade Zuhause ist). Persönlich würde es mir nichts ausmachen, beim Verlassen des Hauses einen Schalter zu drücken („Abwesenheit einschalten“) aber 1.) bin ich mir sicher, dass der Rest der Familie das immer mal wieder vergessen würde und 2.) müsste ich dann z.B. die Heizung manuell wieder einschalten, wenn ich nach Hause komme (sofern der Abwesenheitsmodus die Heizung ausschalten würde). Das würde aber kaum Sinn machen, da es dann erstmal kalt wäre wenn ich Zuhause eintreffe und das wäre irgendwie nicht wirklich smart 😉

Deshalb also die Frage, wie man das grundsätzlich am besten technisch lösen kann. Vielleicht basierend auf den GPS-Daten der Smartphones? Hm. Blöd, wenn mal wieder der Akku leer ist oder man ohne Smartphone joggen ist… Welche Möglichkeiten gibt es sonst noch?

Grüße

Mark

 
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0 am 18. Februar 2019

Hallo Mark,

erstmal willkommen im Smarthome-Forum!

Das Thema automatische Erkennung der Anwesenheit / Abwesenheit im Smarthome haben wir erst heute hier im Forum ausführlich diskutiert, im Thread über die Zukunft des Smarthome. Der User Mycraft hat dazu einige spannende und clevere Ideen was man alles über Sensoren etc. erfassen kann, um die Wahrscheinlichkeit zu berechnen ob jemand Zuhause ist oder nicht. Ich zitiere mal aus seinem Beitrag:

  • Ist die Tür abgeschlossen?
  • Wurde Präsenz festgestellt?
  • Wird Strom von nicht dauerhaften Verbrauchern(Kühlschrank, Heizung) verbraucht?
  • Passt die Uhrzeit?
  • Schläft jemand?

Die Ideen finde ich gut und ich denke, dass man auf diesem Weg recht gut die Wahrscheinlichkeit berechnen kann. Aber am Ende geht es eben um eine Wahrscheinlichkeit, d.h. 100% zuverlässig wird so ein Smarthome meiner Meinung nach nicht funktionieren. Das ist in einigen Fällen nicht so tragisch (beispielsweise wenn mal das Licht ausgeschaltet wird, obwohl die Bewohner noch gar nicht im Bett sind), in anderen Fällen kann es im Alltag aber ziemlich blöd sein (beispielsweise wenn der Alarm scharf gestellt wird, obwohl man sich noch Abends mit Gästen im Garten aufhält. Geht man dann wieder ins Haus, sind alle Nachbarn wach).

Aber wie gesagt, grundsätzlich lässt sich das sicherlich relativ gut berechnen. Prämisse dafür ist, dass wirklich das gesamte Haus vernetzt ist, damit Du beispielsweise auch Daten über den Stromverbrauch wie von Mycraft beschrieben nutzen kannst, um die Wahrscheinlichkeit zu berechnen.

Persönlich finde ich die oben, bzw. von Mycraft beschriebenen Möglichkeiten total spanennd, setze aber im Alltag doch eher auf eine manuelle Schaltung der An- und Abwesenheit, weil mir zum einen der Aufwand schlichtweg zu groß ist und ich zum anderen glaube, dass es im Alltag (zumindest bei uns) doch nicht wirklich zuverlässig funktionieren würde. Das hat aber auch mit individuellen Faktoren zu tun, wir halten uns beispielsweise viel im Garten auf und haben dennoch die Türen des Hauses geschlossen, um Einbrecher und Müchen fernzuhalten. Das Smarthome würde in so einem Fall vermutlich „denken“, dass niemand mehr Zuhause ist und den Alarm aktivieren, die Heizung runterdrehen etc.).

Aber wie gesagt: Das sind sehr individuelle Faktoren, die bei anderen Leuten oder Familien natürlich ganz anders aussehen können.

Zur Heizungssteuerung fällt mir noch das System von Tado ein, das wohl relativ zuverlässig basierend auf den GPS-Daten der Smartphones die Heiztemperatur festlegt, also beispielsweise die Temperatur reduziert, wenn niemand mehr Zuhause ist (alle Smartphones befinden sich außerhalb eines definierten Bereichs) aber auch automatisch die Temperatur erhöht, sobald sich ein Bewohner auf dem Rückweg macht (also nicht erst dann, wenn man Zuhause eintrifft sondern bereits vorher). Das scheint ganz gut zu funktionieren, ist aber auch wirklich nur auf die Heizungssteuerung ausgelegt…

Grüße

Franzen

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0 am 18. Februar 2019

Fragt sich auch, welche Art Heizung vorhanden ist…und inwieweit eine Abschaltung überhaupt Sinn macht.

Auch was im Abwesenheitsmodus an Abschaltungen noch geplant sind.

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0 am 19. Februar 2019

Hallo zusammen,

besten Dank für Eure hilfreichen Antworten! Wir heizen mit Gas und haben „klassische“ Heizkörper an den Wänden. Also keine Fußbodenheizung.

Aus meiner Sicht macht es schon Sinn, wenn das Smarthome die Heizung bei Abwesenheit runterregeln kann, da wir recht viel unterwegs sind. Wochentags von 8 bis 14:00 Uhr ist grundsätzlich niemand im Haus und am Wochenende sind wir eben auch viel unterwegs.

Wenn das Smarthome die Heizung steuern könnte, würden wir sicherlich die Heizkosten recht deutlich senken können.

Tado werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen. Danke für den Tipp!

Viele Grüße

Mark

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0 am 21. Februar 2019

Hi Mark,

ich mache das über die Anwesenheit von Handys gekoppelt mit ein paar Bewegungsmeldern….das klappt sehr gut.

Gruß Helle

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0 am 3. März 2019

bei mir gibt es genau zu Zustände “jemand” zu Hause … oder nicht

das Signal wird von der Alarmanlage ausgegeben … wenn “Scharf”, dann keiner zu Hause

man(n) könnte anhand von Code ermittel wer die Anlage ausgeschaltet hat … und damit verschiedenen Aktionen ansteuern … weiß aber nicht  welchen Sinn das machen soll …

Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis

irgendwelche Sensoren sind tückisch .. Haustiere ? Oma im Sessel einschlafen ? die Kinder mit “Gästen” im Bett ? … zu viele Möglichkeiten …

ich bin ein Fan einfacher Lösungen die umgesetzt werden und auch funktionieren

 

 

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