Smart Wohnung – von Beginn an

Veröffentlicht am 14. Oktober 2020 in Smart Home Systeme
6 am 1. Oktober 2020

Hallo Smart Home’ler

aktuell wohne ich in einer mehr oder weniger geringfügig “smarten” Wohnung.

Alle Leuchtmittel gehören zum Hue System ebenso die passenden Bewegungsmelder, die Heizungssteuerung ist das eq3 Max System und die Rollosteuerung ist von Somfy und Alexa sorgt für die Sprachsteuerung.
Da wir in einigen Monaten in einer andere Wohnung ziehen, möchte ich diesmal auf ein “richtiges” Smart Home gehen.

Die Hue Leuchten mit Zubehör kommen mit, eine Rollosteuerung von Somfy wird wieder eingebaut und Alexa bleibt, so viel ist gesetzt.
Jetzt würde ich aber gerne schauen, wie man das alles im Idealfall kombiniert.
Von Somfy braucht es die TaHome Steuerung um wirklich “smart” und kompatibel zu werden.
Hue ist eben Hue, benötigt aber noch zusätzliche Unterputzlichtschalter.
Nun aber, wie wird alles vernetzt, was nimmt man als zentrale Steuerung um auch wirklich zu verknüpfen?

Auch ist noch unklar welche Heizungssteuerung es wird.

Hat jemand sowas schon mal im kleinen (eben in einer Wohnung) umgesetzt?

 
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2 am 2. Oktober 2020

Das habe ich, aber aus dem „kleinen“ wird ganz schell etwas „großes“.

Vor diesem Problem standen schon viele von uns. Man hat ein nettes „Sammelsurium” an „smarten Geräten“ (Hue, Tradfri, Bosch, Xiaomi, TP-Link, AMV, HomeMatic usw.), aber jedes hat eine eigene App, eine eigene Zentrale (Bridge/Gateway) und einen eigenen Kommunikationsweg (Funk, Zigbee, EnOcean, Z-Wave, Bluetooth, Wifi …)

Ich selbst steuere mein „Sammelsurium“ über Apple Homkit (da ich halt ein Apple-User bin). Aber von meinen verschiedenen Produkten gehen nicht mal 10% direkt über Apple. Man muß also Wege finden diese unterschiedlichen System zu vereinen – und da wir es schwierig.

Es gibt auf dem Markt einige kostenfreie Software-Steuerzentralen, die oftmals sehr viele „Insellösungen” vereinen. Meist benötigt man aber zumindest auch immer die Hersteller-Zentrale dafür. Diese werden dann in diesen SW-Lösungen durch sogenannte Plugins oder Adapter oder Tools (wie immer man es auch nennt) eingebunden. Die bekanntesten diese SmartHome-Steuer-Zentralen sind: FHEM, ioBroker, Hoobs/Homebridge, Smart Assistant, KNX. Diese müssen aber auf einem Sub-System installiert (PC/Mac/Server, NAS Raspberry usw.) und dann ist heimische Netzwerk eingebunden werden. Dann müssen die entsprechenden „Adapter“ gesucht, gefunden und installiert werden. Prinzipiell funktioniert dies auch relativ gut, bedarf aber einer intensiveren Einarbeitung. Manche dieser Systeme sind sehr umfangreich und ermöglichen auch eine Visualisierung des eigenen „SmartHomes“. Man kann da optisch sehr viel machen (Räume anlegen oder Graphen definiere usw.), aber nur mit noch mehr Einarbeitung. Man hat dann aber oftmals einiges an Bridges/Gateways/Hubs der verschiedenen Hersteller „rumstehen“ und dann das Problem, dass die Verbindung (kabellos) nicht immer in der letzten Winkel der Wohnung/Haus reicht. Also braucht man dafür wieder irgendwelche Geräte zur Signal-Reichweiten-Verlängerung (ups… ein Hammerwort).

Dies ist nicht zu verwechseln mit den verschiedensten „teil-offenen“ Systemen wie Alexa oder Google, die Integrationsmöglichkeiten für Fremdhersteller bieten (da sie ja selbst keinerlei sinnvolle „Smarthome-Devices“ anbieten wie Thermostate, Lampen, Schalter, Sensoren usw.). Leider ist dort meist die Funktionsvielfalt von Interaktionen (Automationen, Abläufe, Szenen anzulegen und zu verbinden) begrenzt.

Daneben gibt es aber auch noch Anbieter von speziellen „Hardware-Zentralen“, die in sich schon verschiede Kommunikationsprotokolle verarbeiten können (siehe Funk, ZigBee, Wifi, BT, Z-Wave…), wie z.B. homee, Homey, Mediola oder auch Somfy. Diese steuern dann mit einer eigenen Software diese eingebunden Fremdgeräte (mehr oder weniger gut). Aber auch hier gibt es ev. Problem mit der Signalreichweite…

 

Ich habe dir hier einiges aufgezählt und hoffe dies ohne allzu große Verwirrung gemacht zu haben. Konkret habe ich selbst auch so ein Sammelsurium mit:
Lampen (Tradfri, Milight, tint), Steckdosen (Funk-Plugs von Brennenstuhl, TP-Link, Tuya-kompatible), Schalter (Tradfri, Aqara), Thermostate (Homematic), Sensoren (Homematic, Aqara) und noch mind. 20 weitere Geräte (IP-Kameras, Echos, Staubsauger, Kaffee-/Waschmaschine, TV, Sat-Receiver usw.). Verwendet werden hierbei mind. 5 verschiedene Protokolle (Funk433, Wifi, ZigBee, HM-Funk, Milight-Funk) und somit auch genauso viele Hersteller-Zentralen  🙁

Dies steuere ich alles über Apple Homekit (Phone/Tablet/Mac oder per Sprache über Siri/Alexa) mit Homebridge und ioBroker (zur Einbindung der Fremdhersteller) auf einem Raspberry Pi mit einem USB-Zigbee-Stick, sowie einer HomeMatic-Zentrale (auch Pi mit HM-Antenne) und natürlich meinem Haus-Netzwerk über den Router/AP/Switch.

Es funktioniert bei mir alles relativ gut und recht stabil, bedarf aber schon einer intensiveren „Pflege“ und „Betreuung“ – nur mit installieren und alles laufen lassen geht es nicht. Wobei ich hierfür deutlich mehr Zeit opfere als nötig wäre – da es auch ein Hobby geworden ist. Aber bei einem laufenden System muss man mit 3-6 Std./Monat schon rechnen.

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0 am 13. Oktober 2020

Danke dir z-smoker für deine Erklärung.
Also vom Prinzip erstmal überlegen was alles “Smart” werden soll in der Wohnung.
Daraufhin dann die Geräte aussuchen (im Idealfall laufen alle über Zig-Bee, was natürlich unwahrscheinlich ist).

Die Größe könnte bei “nur” 125m² eigentlich noch ausreichen, zumindest was Zig-Bee und WLan angeht.

Was ich eben vermeiden möchte, wieder für jeden Hersteller eine App zu haben.
Bspw. die App von Philips für Hue ist eigentlich sehr begrenzt.
Keine Wochentagsunterteilung oder Wochenendmodus etc.
Das würde ich wirklich gerne Zentral nutzen, ebenso die Hue Bewegungsmelder für andere Smart Geräte verwenden.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann ist dies über eine Smarthome Zentrale ala Pi mit ioBroker und Homebridge möglich.
Die TaHoma bridge funktioniert ja “nur” für Zig-Bee Geräte, würde aber theoretisch für Somfy und Philips funktionieren.
Bzw. welche Zentrale ist denn zu Empfehlen?
Gibt es eine, wo man sagen kann der Funktionsumfang ist relativ groß?

Was zählt denn bei dir zur monatlichen Wartung?
Bei mir ist es aktuell auf Batterien tauschen begrenzt falls was ausfällt.

Wenn die Abläufe doch mal stehen, sollte sich das gegessen haben, außer natürlich der Ablauf passt einem noch nicht zu 100%.

 

Leider kann ich meinen Beitrag nicht editieren:

|EDIT, gerade schon gesehen dass die TaHoma Bridge deutlich mehr als nur Zig-Bee unterstützt.
Aber du meintest, der Funktionsumfang ist nicht der Größte.

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0 am 13. Oktober 2020

Also ich habe mich nun weiter eingelesen, aktuell wäre mein Vorgehen wie folgt:

Homee als Smartzentrale, dort eben ALLE Geräte (abgesehen von TaHoma) angebunden und direkt darüber konfiguriert und gesteuert.
IOBroker in Homee einbinden und über IOBroker auf die TaHoma Bridge gehen.

Somit spar ich mir vielleicht ein paar Hubs, bspw. Hue.
Alles wird Zentral über die Homee Zentrale gesteuert, nur eben “nicht Homee-kompatible” Produkte wie bspw. TaHoma werden über IOBroker eingebunden (was ja keinen Nachteil in Homee haben sollte, oder?).

Neu dazugekommen ist ein Nuki Smart Lock, was aber ja sogar Homee kompatibel ist.

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0 am 14. Oktober 2020

Ich habe momentan ca. 140 qm und komme gut mit WLAN (über AP) und einem Zigbee-Stick am Raspberry Pi aus.  Wohne  im EG und komme sogar ins UG mit Zigbee und WLAN. Sollte also zu 95% hinhauen.

Wartung: Datensicherung der aktuellen oder ev. geänderten Einstellung, Automatisierungen anlegen, Batterien checken, Updates durchführen usw.

Ob ioBroker und Homee zusammenarbeiten weiß ich nicht – habe kein Homee. Denke aber, dass du das gecheckt hast. Deine zentrale Steuerung für alle Komponenten und Automationen/Routinen usw. wäre dann ja Homee.

Du kannst auch den anderen Weg gehen und ioBroker als Zentrale verwenden. Dann solltest du aber die systemeigene Visualisierung umsetzen, da nur das Management (der Adapter) über WEB-Browser gemacht wird. Es gibt da auch eine Android App für die Darstellung der Visualisierung auf Handy/Tablet – nicht für Apple. Habe gerade mal geschaut wie es um die „Adapter“ steht und es gibt welche für Homee, TaHoma/Somfy, Max-Cube, HUE, Nuki (und noch 100er anderer Systeme).

Homebridge (und auch Hoobs) ist eine reine Apple-Thematik. Die Arbeiten NUR mit Apple Homekit zusammen und somit geschlossene Lösungen.

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