Smart Home Tipps für den Einstieg gesucht

Veröffentlicht am 24. September 2021 in Keine Kategorie
0 am 19. Januar 2019

Hallo zusammen,

wir wohnen in einem kernsanierten Haus aus den 60er Jahren und ein paar Jahre nach dem Einzug konnte ich meine Frau davon überzeugen, dass ein Smart Home für uns Sinn macht 🙂

Jetzt recherchiere ich gerade ein wenig und suche letztendlich ein paar Tipps für den Smart Home Einstieg: Worauf sollte man Eurer Meinung nach unbedingt achten? Welche Systeme sollte ich mir anschauen, wenn ich ein funkbasiertes Smart Home aufbauen möchte (möchte keine Kabel nachträglich verlegen)?

Aktuell ist mein Problem, dass mir diverse HomeKit-Produkte gut gefallen, ich auf der anderen Seite aber auch z.B. einige Homematic Produkte sinnvoll einsetzen könnte.

Gibt es eigentlich ein Smart Home-System, dass verschiedene Funkstandards miteinander vereint?

Viele Grüße

Alex

 
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0 am 20. Januar 2019

Nimm z-Wave. Alles andere hat nicht wirklich Zukunft.

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0 am 20. Januar 2019

Nimm z-Wave. Alles andere hat nicht wirklich Zukunft.

Wie kommst Du zu der Einschätzung? Glaubst Du, dass Apple (HomeKit) das Geld ausgeht und zB HomeKit deshalb „nicht wirklich Zukunft hat“?

Wenn ich mich im Bekanntenkreis umschaue,  rennen die Leute gerade alle zu den Smethome-Plattformen der großen Tech-Unternehmen (HomeKit, Alexa, Google Assistant und dann noch Philips Hue). Ob das jetzt richtige Entscheidungen sind, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass sich diese Lösung gerade einer sehr hohen Akzeptanz erfreuen  (siehe beispielsweise auch die Verkaufszahlen von den Alexa-Geräten).

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0 am 20. Januar 2019

Vergleiche nicht Äpfel und Birnen.

Alexa, Apple, Google usw. das sind alles Eingabegeräte ohne eigene Infrastruktur. Sprich damit kannst du zwar etwas steuern, aber in der Topologie stehen diese Geräte über der Technik welche gesteuert/überwacht wird.

Dagegen sind KNX, Z-Wave, ZigBee, free@home, LCN, Homematic, EnOcean usw. Smarthome-Standards, welche erst die Infrastruktur schaffen.

Diese kann dann von den Telefonen, Laptops, Tablets und über Spracheingaben das machen was der Nutzer wünscht.

Deswegen steht auch in den Werbeprospekten etc. immer der Satz: “kompartibles Smarthome-Gerät erforderlich”

Ohne kann Alexa, Google, Siri zwar Aktionen ausführen, wie beispielsweise das Abspielen von Musik, Setzen eines Weckers oder Timers, Begriffe erklären, Kalender verwalten etc. aber nicht mehr.

Es sind eben nur Eingabegeräte.

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0 am 20. Januar 2019

Hi Mycraft,

Danke für Deine Antwort.

Alexa, Apple, Google usw. das sind alles Eingabegeräte ohne eigene Infrastruktur. Sprich damit kannst du zwar etwas steuern, aber in der Topologie stehen diese Geräte über der Technik welche gesteuert/überwacht wird.

Apple HomeKit ist – korrigiere mich gerne, wenn ich das falsch verstanden habe – kein Eingabegerät, sondern eine Smarthome-Plattform. Mit dieser Plattform, die aufgrund der Marktdominanz von Apple in den nächsten Jahren weiter Zuspruch erhalten dürfte, werden HomeKit-kompatible Geräte gesteuert. Und eben keine Z-Wave, KNX oder EnOcean-Geräte.

Apple hat in den vergangenen Jahren meiner Meinung nach gezeigt, dass sie das Thema Smarthome ernst nehmen. Sie können nahezu beliebig viel Budget für Vermarktung etc. bereitstellen. Die Apple-Geräte sind bereits in vielen Haushalten (iPhone, iPad, Watch, HomePod etc.). Wer einen Apple TV besitzt, braucht keine zusätzliche Smarthome-Zentrale. Die Bedienung und Einrichtung ist kinderleicht (keine Kabel verlegen, kein Elektriker etc.).

Aus meiner Sicht sind das optimale Voraussetzungen, um hier in absehbarer Zeit signifikante Marktanteile zu gewinnen.

Warum also hat HomeKit aus Deiner Sicht „nicht wirklich Zukunft?“

Zu Alexa: Amazon positioniert den Echo (Plus) zunehmend als Steuerungszentrale für das Smarthome und ermöglicht neben der Sprachbedienung auch die Steuerung der Smarthome-Geräte über die Alexa-App. Alexa-kompatible Geräte können direkt mit dem Echo (Plus) gesteuert werden. Ja, am Ende ist Zigbee der Funkstandard, aber welche Rolle spielen in diesem Szenario noch KNX, EnOcean, LCN, free@home etc.?

Wie gesagt: Es geht mir dabei nicht um die Frage, ob HomeKit (oder ein Echo Plus als Smarthome-Zentrale) Sinn machen oder nicht, ob das alles „Baumarkt-Spielerei“ ist etc. Sondern nur um die Frage, welche Smarthome-Plattformen in den nächsten Jahren relevant sein werden.

 

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0 am 20. Januar 2019

Hey Alex,

Gibt es eigentlich ein Smart Home-System, dass verschiedene Funkstandards miteinander vereint?

Ja klar. Gucke Dir mal die Modulare Zentrale homee an. Sehr einfach einzurichten und mit Würfeln (Cubes) mit verschiedenen  Funkstandards erweiterbar. (z.B. Z-Wave, ZigBee, EnOcean) bald kommt noch ein Cube dazu.

Gruss,

Friedrich

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0 am 21. Januar 2019

@dahousecat

Das Homekit ist eine Softwareplatform ohne Hardware und mit großen Hürden für die Hersteller der Hardware. Nicht nur dadurch ergeben sich viele Nachteile für den Endverbraucher.

Trotz Bluetooth 5.0 hapert es an der Zuverlässigkeit. Nicht erreichbare Geräte sind an der Tagesordnung. Eine Ständige Internetverbindung zur Apple-iCloud ist nötig. Dies ist bei einer Heimautomatisation gelinde gesagt suboptimal. Das haben uns in den letzten Jahren viele Hersteller bewiesen daraus folgt:  Kein Internet – kein SmartHome.

Und dabei gibt es kosteneutrale Lösungen wie z.B. OpenHAB2, welche eigentlich dasselbe anbieten und keine weiteren Applegeräte und Services benötigen.

Nicht falsch verstehen ich habe nichts gegen Apple. In meinem Haushalt sind auch mind. eine Handvoll Iphones und Ipads vorhanden.

Das Homekit wird den Weg jedes anderen proprietären Systems gehen. Aber die Zukunft gehört den offenen Systemen.

Zu Alexa: Amazon positioniert den Echo (Plus) zunehmend als Steuerungszentrale für das Smarthome und ermöglicht neben der Sprachbedienung auch die Steuerung der Smarthome-Geräte über die Alexa-App. Alexa-kompatible Geräte können direkt mit dem Echo (Plus) gesteuert werden. Ja, am Ende ist Zigbee der Funkstandard, aber welche Rolle spielen in diesem Szenario noch KNX, EnOcean, LCN, free@home etc.?

Eben. Alexa, Google etc. haben erkannt wo die Stärken des Produkts liegen und zwar in der Steuerung und nicht in der Bereitstellung der steuerbaren Geräte. Und hier kommen dann die etablierten Standards ins Spiel wie KNX, ZigBee, Z-Wave usw. diese lassen sich damit wunderbar benutzen um wirkliche “Smarthomes” herzustellen.

Mit Alexa, Google oder Siri als zusätzliche Steuermöglichkeit, ohne das Rad neuerfinden zu müssen.

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0 am 21. Januar 2019

@Mycraft

Trotz Bluetooth 5.0 hapert es an der Zuverlässigkeit. Nicht erreichbare Geräte sind an der Tagesordnung.

Bei HomeKit kann die Kommunikation mittlerweile auch über WLAN erfolgen. Die Hürden für die Hersteller hat Apple zuletzt deutlich gesenkt, deshalb hat sich auch das Angebot an HomeKit-kompatiblen Produkten deutlich vergrößert.

Und dabei gibt es kosteneutrale Lösungen wie z.B. OpenHAB2, welche eigentlich dasselbe anbieten und keine weiteren Applegeräte und Services benötigen.

Ich finde OpenHAB2 auch interessant. Aber meinst Du nicht auch, dass das für Ottonormalverbracher einfach viel zu komplex ist? Vergleich mal das Setup eines OpenHAB-Systems mit der Einrichtung eines HomeKit-Systems.

Das Homekit wird den Weg jedes anderen proprietären Systems gehen. Aber die Zukunft gehört den offenen Systemen.

Das wäre irgendwie schön, aber ich befürchte, die Zukunft gehört Amazon, Apple und Co. Das zeigt sich auch mit Blick auf die Aktienkurse und Marktkapitalisierung. Wünschenswert wäre natürlich die Verbreitung von Open Source-Systemen. Aber ich vermute, die Zukunft sieht ähnlich aus wie die Entwicklung von Linux: Open Source für die Nische und für Bastler, Produkte für den Massenmarkt von den großen Tech-Unternehmen.

Aber schauen wir mal, es bleibt auf jeden Fall spannend 🙂

Viele Grüße

Dahousecat

 

 

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0 am 21. Januar 2019

Bei HomeKit kann die Kommunikation mittlerweile auch über WLAN erfolgen.

Was ja noch viel schlimmer ist. Das ist wie die ganze Zeit nur vollgas fahren. WLAN ist für große Datenmengen konzipiert und dafür soll man es auch verwenden. Für die üblichen Smarthomeanwendungen ist es Kanonen auf Spatzen.

Die Hürden für die Hersteller hat Apple zuletzt deutlich gesenkt, deshalb hat sich auch das Angebot an HomeKit-kompatiblen Produkten deutlich vergrößert.

Aber Sie sind da und werden immer da sein nur in unterschiedlichem Umfang. Für viele Hersteller in KO-Kriterium.

Ich finde OpenHAB2 auch interessant. Aber meinst Du nicht auch, dass das für Ottonormalverbracher einfach viel zu komplex ist?

Nun es gibt noch viel mehr im Pool. Logicmaschinen gibt es wie Sand am Meer und es kommen ständig neue dazu in Hard- und Softwareausführung alle sind mehr oder weniger komplex. Denn einfache If/Then Anweisungen ausführen kann schon der kram aus dem Baumarkt.

Das wäre irgendwie schön, aber ich befürchte, die Zukunft gehört Amazon, Apple und Co. Das zeigt sich auch mit Blick auf die Aktienkurse und Marktkapitalisierung.

Da bin ich anderer Meinung. Apple und Co stellen Lifestyleprodukte her, welche eine relativ kurze Halbwertszeit haben. Häuser und zwangsweise in Zukunft Smarthomes baut man für Jahrzehnte. Die Entwicklung lässt sich gut an den ganzen wie Pilze aus dem Boden schießenden Smarthomelösungen beobachten. Da bleibt vieles auf der Strecke.

Somit kann ein Hersteller der den Alleingang versucht nur scheitern. Es ist eben anders als mit dem schaffen einer Kaufabsicht für ein neues Telefon. Demgegenüber stehen hunderte Hersteller, welche sich schon auf Standards geeinigt haben und funktionierende Systeme produzieren und vertreiben.

Auf das beispiel Iphone übertragen ist die Situation so, als würde Apple jetzt versuchen nicht nur ein neues Telefon an den Kunden zu bringen sondern auch noch die Kommunikationsnetze anders aufbauen zu wollen.

Der Start war ja schon holprig, mal sehen wohin sich das entwickelt, aber ich sehe nicht wirklich mehr als eine Nische.

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0 am 21. Januar 2019

@Mycraft

Bei Apple sehe ich schon den Vorteil, dass sie ja längst nicht mehr nur ein Smartphone verkaufen, sondern ein ganzes Ökosystem aufgebaut haben, bzw. zum Teil noch aufbauen.

  • iPhone in der Hosentasche (als Fernsteuerung für das Smart Home)
  • Apple Watch am Handgelenk (für häufig genutzte Steuerungsbefehle)
  • HomePod für die Sprachsteuerung
  • Apple TV als Smart Home Zentrale
  • CarPlay (um das Smart Home auch im Auto steuern zu können)
  • Macbooks (um das Smart Home auch am Arbeitsplatz steuern zu können)

Der Convenience-Faktor ist aus meiner Sicht am Ende entscheidend (sehr einfache Einrichtung, unkomplizierte Bedienung mit jedem Gerät, Smart Home-Zentrale ist bereits vorhanden etc.).

Ich bin jetzt kein OpenHAB-Experte, aber wenn ich so ein System über Siri steuern möchte, funktioniert das vermutlich nicht “out of the box”. Ottonormalverbraucher will aber Systeme, die “out of the box” funktionieren (selbst dann, wenn damit Sicherheitsrisiken oder Probleme hinsichtlich des Datenschutzes einher gehen, siehe Amazon Alexa).

Wie dem auch sei: Danke für Deine Antwort und die interessante und sachliche Diskussion. So macht der Austausch in einem Forum Spaß! 👍👍👍

 

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0 am 21. Januar 2019

Ja alles was Apple anbietet ist ja auch gut und schön. Keine Frage. Aber ein Smarthome ist mehr als das.

Es ist mehr als ein Ipad welches an der Wand hängt und mir das Wetter oder den Zustand der Fenster anzeigt, es ist mehr als eine Tür die sich öffnet weil Sie meine Applewatch erkannt hat.

Und auch mehr als ein Sprachassistent, welcher mir morgens die Nachrichten vorliest.

Du müsstest dich von dem Gedanken Lösen, das ein Hersteller alles anbieten muss. Dies ist nicht der Fall und ist auch nicht zielführend.

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