Preis für (Teil-) smartes Home

Veröffentlicht am 5. Januar 2020 in Smart Home allgemein
3 am 2. Januar 2020

Hallo zusammen und frohes neues Jahr. 

Wir planen aktuell unser Haus und ich habe mich daher die letzten Tage etwas mit dem Thema Smart-Home beschäftigt.

Ich suche nach einem zukunftsfähigen, zuverlässigen System, welches später bei Bedarf erweitert werden kann. 

Anfangs fand ich die Idee charmant alle Lichter, Steckdose, Rollos etc. zentral steuern zu können. Nachdem ich aber z. B. für KNX die Preise der verschiedenen Komponenten gesehen habe, werde ich mich wohl aus wirtschaftlichen Gründen von der Idee verabschieden müssen. 

Zumindest möchte ich aber folgendes im Haus “smart” haben: 

  • Rollos / Raffstores im Haus sollen zentral gesteuert werden können; z. B. auf Knopfdruck alle Raffstores im EG nach unten fahren, bzw. bei Dämmerung automatisch nach unten fahren lassen
  • Bewegungsmelder EG, 1. OG und KG womit die Lichter im Treppenhaus automatisch gesteuert werden können PLUS die Möglichkeit die Bewegungsmelder später in ein Alarmsystem integrieren zu können

Außerdem würde mich interessieren, mit welchen “Technologien” ich später die Möglichkeit habe, weitere Komponenten zu integrieren? An den Funklösungen (z. B. Shelly) gefällt mir der Gedanke der Flexibilität. 

Gehen wir davon aus ich entscheide mich für KNX und beschränke mich nun zunächst auf die oben beschriebenen Punkte: Habe ich später die Chance die Komponenten in das KNX-System einzubinden? 

Nach meinem Verständnis müsste ich an jede Stelle, die ich später unter Umständen schalten möchte ein KNX-Kabel ziehen, richtig? 

  • Jeder Lichtschalter in jedem Zimmer; 
  • Jede Steckdose im Haus (Steuerung einer regulären Steckdose mit einem Aktor in der Unterputzdose)
  • an jedes Fenster (falls zukünftig Sensoren am Fenster angebracht werden sollten)

Welchen finanziellen Mehraufwand würde eine solche Vorbereitung in einem EFH ca. bedeuten? (reine Materialkosten?) 

Viele Grüße

 
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0 am 3. Januar 2020

Hi Chris, 

ich bin kein KNX-Experte, aber laut diesem Interview fallen wir ein Smart Home, das auf KNX basiert, rund 10% der Gebäudekosten an:

“Meine Erfahrung mit intelligenten Häusern zeigt, dass Sie ca. 10 Prozent zu den Gesamtkosten hinzurechnen müssen, um ein gutes Smart Home im Neubau zu errichten. Die Gesamtkosten beziehen sich auf ein konventionelles Haus (nicht smartes Haus) gegenüber einem richtig intelligenten Haus. Machen wir ein Beispiel: Ein Neubau kostet insgesamt 500.000 Euro/CHF. Dann können Sie noch 50.000 Euro/CHF für die Intelligente Ausstattung etc. hinzurechnen.”

Quelle: Interview mit dem Smart Home-Experte Frank Völkel: „Smart Home wird häufig falsch interpretiert“

Persönlich würde ich eher zu einer funkbasierten Lösung tendieren. Nach Möglichkeit ein System, das mehrere Funkstandards miteinander vereint, wie beispielsweise Telekom SmartHome oder Homee. Telekom SmartHome ist soweit ich weiß einfacher in der Einrichtung und Bedienung, Homee bietet aber mehr Möglichkeiten und ist letztendlich flexibler.

Viele Grüße

Peter

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0 am 3. Januar 2020

Die Kosten für ein kabelbasiertes Smarthome (KNX) sind meiner Meinung nach zu hoch, ist aber letztendlich die Frage wieviel Budget Du investieren möchtst. Die funkbasierten Systeme sind anfälliger für Störungen. Auch kann es z.B. sein, dass Du Probleme mit der Funkreichweite bekommst, wenn Du z.B. auf Z-Wave oder einen anderen Funkstandard setzt.

Dennoch: Kabelbasierte Systems sind was den Preis angeht wirklich heftig…

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0 am 5. Januar 2020

Zum Thema Funkreichweite bei Z-Wave:

Wenn du eh Z-Wave Geräte hast, die dauerhaft mit Strom versorgt sind (z.B. Rolladen/Rollos), dienen diese automatisch als Repeater und leiten Signale an andere Geräte weiter, eventuell machen das auch die batteriebetrieben Geräte, das weiß ich aber nicht sicher.

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