Mit dem Smarthome Heizkosten sparen

Veröffentlicht am 9. Dezember 2021 in Heizung + Klima
0 am 17. Februar 2019

Hallo Forum,

man liest ja überall, dass man mit dem Smarthome Heizkosten sparen kann. Wenn ich mir aber jetzt angucke, was man dafür erstmal investieren, frage ich mich, wie lange ich leben muss damit ich tatsächlich mit dem Smarthome Geld sparen.

Die meisten elektronischen / smarten Heizkörperthermostate kosten ja gerne mal 50 Euro pro Stück. Dazu kommt bei vielen Systemen noch ein Hub, für den zusätzlich Kosten entstehen. Außerdem fallen Kosten für Batterien oder Akkus an. Und bei Anbietern wie Tado zahlt man dann sogar noch eine monatliche Grundgebühr. Wenn man dann noch unterstellt, dass zumindest ein Teil der Thermostate noch einiger Zeit defekt sind und man erneut Kosten hat, frage ich mich, wie man mit dem Smarthome Heizkosten sparen soll.

Ich meine, so Geschichten wie Beleuchtungssteuerung mit Philips Hue oder das Smarthome als Alarmsystem machen ja Sinn, aber bei der Heizungssteuerung bin ich noch skeptisch.

Wie seht Ihr das?

Viele Grüße

Smarthome Einsteiger

 
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0 am 19. Februar 2019

Hallo Smarthome Einsteiger,

Deine Einwände sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen: Man sollte schon genau hinschauen, ob man mit dem Smarthome tatsächlich Heizkosten einsparen kann. Pauschal lässt sich das meiner Meinung nach kaum beantworten, da es sehr von individuellen Faktoren abhängt:

  • Sind überwiegend Personen im Haus oder gibt es längere Zeitfenster (Arbeit, Schule, Wochenendausflüge, Urlaub, Geschäftsreisen etc.), in denen keine Bewohner anwesend sind? Wenn ohnehin überwiegend Bewohner anwesend sind, ist das Einsparpotenzial deutlich geringer…
  • Welche Art von Heizung kommt zum Einsatz? Fußbodenheizungen reagieren soweit ich weiß recht träge, da würde eine Absenkung der Heiztemperatur über das Smarthome nur bei längerer Abwesenheit Sinn machen. D.h. in diesem Fall wird man mit dem Smarthome kaum Heizkosten sparen können. Bei klassischen Heizkörpern sieht es schon wieder anders aus… Nachtrag: Ich sehe gerade, dass Du in Deinem Posting ja von normalen Heizkörpern schreibst, d.h. bei Dir kommt offenbar keine Fußbodenheizung zum Einsatz.
  • Wie groß ist das Haus und wie viele Heizkörperthermostate werden benötigt?
  • Werden (aufgrund eines Neubaus oder einer Sanierung) ohnehin neue Heizkörperthermostate angeschafft? Dann wäre es eine Option, direkt smarte Thermostate zu kaufen.
  • Bei den smarten Heizkörperthermostaten gibt es natürlich auch große Preisunterschiede, je nachdem für welches System Du Dich entscheidest fällt dann die Ersparnis größer oder kleiner aus. Die Grundgebühr bei Tado finde ich zum Beispiel auch sehr unschön. Die Heizkörperthermostate von Eve Systems (für Apple HomeKit) funktionieren hingegen ganz ohne Cloud und ohne, dass Du eine Grundgebühr bezahlen musst (nur als Beispiel, soll keine Werbung für diese Heizkörperthermostate sein und sie machen auch nur dann Sinn, wenn ausschließlich Apple-Geräte im Haushalt zum Einsatz kommen).
  • Schlussendlich macht es Sinn, die smarten Heizkörperthermostate nicht zum regulären Preis zu kaufen, sondern Aktionsangebote (Black Friday, Prime Day, Smart Week und so weiter) abzuwarten. Zu diesen Anlässen bekommst Du smarte Thermostate mit deutlichen Preisnachlässen (30% Rabatt oder mehr).

Hier findest Du ansonsten noch einen Vergleich von 5 smarten Thermostaten, vielleicht ist das für Dich interessant.

Viele Grüße

Dahousecat

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0 am 21. Februar 2019

Hi,

ja es spart Geld….aber natürlich…bis du die kosten raus hast….ist halt immer ein gutes Verkaufsargument damit die Frau ja sagt 😉

Gruß Helle

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0 am 2. April 2019

Wie oben schon geschrieben kommt es immer sehr auf den Einzelfall (bisherige Heizkosten, Größe des Hauses etc.) an. Was ich sagen kann: Wir haben mit einem Smart Home System die Heizkosten im Vergleich zu den Durchschnittswerten aus den vergangenen fünf Jahren um ca. 15% reduziert. Die Ausgaben für das Smart Home System werden sich in drei Jahren durch die Einsparung bei den Heizkosten bezahlt machen.

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0 am 27. Juli 2019

Ja die Einkaufkosten schlagen erst mal ordentlich zu Buche, Batterien halten um ein Jahr wobei man Antriebe mit Standardbatterien wie AA bevorzugen sollte. Der Handel sitzt auf den Ventilen, so das man sie auch für 30 – 40 Euro pro Stück bekommen kann.

Die eigentliche Einsparung danach kommt vom Konzept was man sich vorstellt. Hier regeln vier Eurotronik SpiritZ die Wärme. Im Sommer über Außenfühler sind sie ständig auf +10° gesenkt und müssen sich nicht bewegen. Wird es kälter fahren sie Tageswert und Nachtabsenkung individuell per Raum. So braucht man sie außer beim Batteriewechsel nicht mehr anzufassen. Die Einsparung liegt so tatsächlich um die 30%.

Lösungen mit Cloud würde ich wegen der laufenden Kosten / Datenschutz nicht meiden.

Solderbro

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0 am 22. August 2019

Wir konnten bei uns Zuhause die Heizkosten mit “smarten” Thermostaten um rund 25% reduzieren. Anstatt Batterien nutzen wir Akkus, um keine Folgekosten zu Verursachen.

Allerdings muss man dazu sagen, dass das Haus während der Woche von 8 Uhr morgens bis rund 18 Uhr Abends leer steht. In dieser Phase wird die Temperatur automatisch um einige Grad reduziert, was dann den Einspareffekt bringt. Hinzu kommt, dass wir am Wochenende oft unterwegs sind, dann wird die Temperatur ebenfalls reduziert.

Klar ist aber auch: Theoretisch könnten wir jetzt manuell beim Verlassen des Hauses immer die Heizung runterdrehen und würden natürlich auch auf diesem Weg Heizkosten einsparen. Aber erstens ist das nicht gerade komfortabel und zweitens kommt man dann in ein kaltes / kühles Haus, wenn man nach Hause kommt.

Von daher kann ich smarte Heizungssteuerung durchaus empfehlen, aber es kommt natürlich wirklich auf die individuelle Nutzung an.

Viele Grüße

Peter

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