Smart Home: Hilfe bei der Technologiewahl…?

Veröffentlicht am 22. April 2021 in Smart Home allgemein
0 am 4. Dezember 2019

Hallo Smart Home Gleichgesinnte

Ich bin aktuell daran einen Neubau zu planen. Dazu möchte ich Automatisierungsfähigkeiten einbauen. Die Gelegenheit ist günstig 🙂

KNX und Loxone habe ich bereits angeschaut, die würden allerdings ziemlich teuer kommen… Da bin ich auf die Funkstandards gestossen, kombiniert mit einer konventionellen Stromverkabelung. Also praktisch einfach fernsteuerbare Elemente (Unterputz) für Licht, Rollläden und Heizungsthermostate (Fussbodenheizung) sowie allfällig nötige Fensterkontakte. Später könnten noch Türschliessunsung und Kamera beim Eingang dazukommen. Sagt mir von der Idee her sehr zu: Flexibel und keine hohe Investition.

Wichtige wäre besondes, dass ich nicht von einem Hersteller abhängig bin (das spricht für mich z.B. gegen Loxone) sondern auf einen offenen Standard setze. Zigbee und z-wave sind da so die ersten die mir über den Weg gelaufen sind. Grundsätzlich gibt es da jetzt aber ziemlich viel Auswahl und gerade bei Zigbee ist dann scheinbar doch nicht alles so kompatibel, wie es scheint. Ziel wäre möglichst offen zu sein, um Produkte verschiedener Hersteller einsetzen zu können, diese dann aber (nebst der direkten Steuerung am Schalter vor Ort) möglichst von einer Zentrale aus steuern zu können.

Gewünschte Funktionalitäten dieses smarten Homes wären beispielsweise (nicht abschliessend):

– Unterstützung Temperaturregelung mit Jalousien

– Automatisch Licht ein und ausschalten (z.B. über Bewegungsmelder)

– Szenarien mit Licht und Rolläden

– “Alles aus”: Licht aus und Rolläden runter etc.

Mittelfristig möchte ich irgendwo ein Tablet montieren, wo ich verschiedene Sachen steuern kann. Es soll jedoch immer alles auch über die normalen Schalter steuerbar sein.

Nach unzähligen Stunden internet und youtube Videos stehe ich nun aber ein wenig am Berg. Zigbee und z-wave scheinen verbreitet zu sein (wobei mir Zigbee den zeitgemässeren Eindruck macht), aber über die Kompatibilität finde ich wenig. Ist jetzt z.B. ein homee kompatibel mit Bosch Smart Home Schalter und Fensterkontakten (anscheinend Zigbee)? Ist Jalousiensteuerung über Zigbee möglich oder gibts das nur über z-Wave? etc……

 

Nun wollte ich mal grundsätzlich die Fragestellung aufwerfen: Wer war/ist in meiner Situation und was habt ihr gemacht?

Und was würdet ihr mir empfehlen bezüglich Standards, Produkten und ggf. dem Vorgehen? Auch für Vorschläge bezüglich Zentralen bin ich offen.

Vielen Dank für eure Einschätzung!

euer scheffchoch

 
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0 am 5. Dezember 2019

In einem solchen Fall frage ich mich immer, warum sich die Bauherren immer selbst beschneiden wollen und direkt immer auf Funktechnologien das Auge werfen.

Diese sind vordergründig für die Nachrüstung gedacht. Wenn man schon die Möglichkeit hat und sozusagen vor einm weissen Blatt steht warum dann nicht Nägel mit Köpfen machen?

Ich stand vor deiner Entscheidung auch vor etwa 10 Jahren und habe seitdem KNX im Haus. Bei Loxone würde ich dir aber zustimmen, das wird zu teuer.

 

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0 am 6. Dezember 2019

Hat in erster Linie mit dem Preis zu tun. Auch KNX wurde uns mit einem Aufpreis von 20-40k CHF beziffert, während einfach “fernsteuerbare” Schalter/Thermostate (ca. 50 an der Zahl) über den Daumen auf 2500 CHF Mehrpreis kommen…

Hinzu kommt meine Überlegung, dass das Gebäude für einen Lebenszyklus von 40 Jahren geplant ist und wie es dann aussieht in diesem Bereich lässt sich heute schwer sagen. Vor 20 Jahren hat man auch noch jeden Raum mit Cat6 verkabelt, heute dient meistens WLAN.

Von dem her, auch wenn sich Funk super für Nachrüstungen eignet, so würde ich es für den Neubau nicht pauschal ausschliessen. Aktuell sehe ich keine Funktionalität, die ich so nicht abdecken könnte.

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0 am 6. Dezember 2019

Schau mal bei HomeMatic vorbei. Dort gibt es seit ca. 2 Jahren auch „wired“ Geräte, aber mit voller Kompatibilität zu HomeMatic und homematic IP Funk-Devices. Steuerung geht auch über Zentrale CCU (Hutschienemontage).

Man kann also wired und Funk mischen wie man möchte und es preislich okay. Man kann sich auch beraten lassen, dazu schau mal unter technikkram.de bzw. smartfabrik.de.

Habe zwar nur Funk (unter anderem) da ich keine Leitungen legen wollte, aber bei einem Neubau ist es schon sinnvoll. HomeMatic ist ein deutscher Hersteller und auch schon ewig (> 15 Jahr) auf dem Markt, glaube auch Marktführer in Europa. Also besteht eine recht hohe Wahrscheinlichkeit, dass es die auch in 5 oder 10 Jahren noch gibt. Und die sind recht innovativ und haben ein riesiges Portfolio an Sensoren, Schalter und Aktoren.

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0 am 6. Dezember 2019

Nein Homematic ist ganz bestimmt nicht der Marktführer in Europa. Es ist wie sooft ein kleiner Fisch…naja vielleicht ein mittlerer. Eigentlich wurde es bei der weltweiten Markstudie zu Smarthomes gar nicht erst erwähnt und wanderte in die 15% unter die propritären.

@scheffchoch

Hast du denn 50 Zimmer im Haus, weil du auf 50 Schalter/Thermostate kommst? Wenn nicht dann wurdest du schlicht falsch beraten un derjenige hat wahrscheinlich gar keine Ahnung was ein “Smarthome” ist und diese Person baut einfach eine konventionelle Installation mit smarten Komponenten nach.

Das ist aber absolut der falsche Weg. Ja sicher bei Nachrüstungen geht man oft genauso vor. Aber da bleibt einem ja nichts anderes übrig den die Verkabelung liegt ja schon da.

Wenn man wie schon gesagt vor einem weissen Blatt papier steht kann man schon einiges gleich “richtig” machen.

KNX ist wenn man die Wurzel aus dem es entstand miteinrechnet über 30 jahre alt und man stelle sich vor erst jetzt kann man es vollends ausnutzen, da wir erst jetzt erschwingliche Eingabegeräte mit unseren Smarphones und Tablets haben und auch erst jetzt gibt es immer mehr Möglichkeiten durch schnelles Internet etc.

Also ich sehe eigentlich eine rosige Zukunft.

P.S. Es ist übrigens der einzige weltweite und offene Standart für Gebäudeautomatisation.

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0 am 6. Dezember 2019

Jaja – KNX…
ist bestimmt top, aber für den durchschnittlich begabten technologiebegeisterten und mit etwas handwerkerlichen Geschick ausgestatteten SmartHomer – eigentlich kaum selbst umsetzbar. Und es bleibt die Frage der Kosten. Wenn man es dicke hat im Geldbeutel, dann braucht man hier auch nicht zu fragen.

Aber egal – so hat jeder seine Meinung, was bezahlbar und selbständig umsetzbar ist.

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0 am 6. Dezember 2019

@mycraft

Nein die 50 umfassen alle Schaltkomponenten im Haus bestehend aus Rolläden (8 glaube ich), Thermostate (ca. 7 Stück) und Lichtschalter für verschiedene Bereiche (5.5 Zimmer plus Kellergeschoss). Diese Zahl wurde nur im Kontext vom “Upgrade” aller Elemente zu einer Fernsteuerbarkeit. Diese Stossrichtung kam jedoch von mir und nicht vom Berater. Er hat es lediglich eingeschätzt.

Beim KNX sind es scheinbar Erfahrungswerte bezüglich Funktionalität und Gebäudegrösse… Viel genauer kann ich das nicht beurteilen, da ich selbst keine Erfahrung habe.

Und bei Homematic hätte ich wahrscheinlich die gleiche Herstellerbindung wie bei Loxone, auch wenn es ggf. etwas günstiger kommt. Da ich dann die nächsten 40 Jahre auf das Konzept setzen müsste, kann mir ja niemand versichern, dass beispielsweise Homematic dann noch am Markt ist in dem Produktsegment inkl. allfällig nötiger Cloud Services…  Das ist eben der Punkt wo ich am Suchen bin. Dasselbe gilt für Bosch mit ihrer Funk-Lösung.

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0 am 6. Dezember 2019

Im Prinzip ist KNX genau das wonach alle die es nicht kennen die ganze Zeit verlangen. Volle Kontrolle aus einer App/Browser von smarten und nichtsmarten Komponenten(sobald diese in das System integriert sind).

Kein Cloudzwang oder Notwendigkeit dieser.

Zugang von Innen und Außen

Zugriff auf eine schier endlose Zahl von fertigen Komponenten und ständige Erweiterung dieser Anzahl.

Zukuntsicherheit, da offener und weltweiter Standart.

Und nicht zuletzt  grenzenlose Erweiterungs- und Anschlussmöglichkeiten.

Je nachdem wie man es anstellt und was realisiert werden soll…ist der Endpreis auch nicht so hoch wie die meisten denken. Denn oft kommen die Summen nur dadurch zusammen, weil der Interresierte Smarthomer nachdem er erfahren hat was überhaupt möglich ist, dann natürlich auch voll zugreift und dies und das noch bestellt(oder selbst einbaut).

Reines KNX ist im Prinzip nur bedingt teuerer als z.B. Z-Wave und definitiv günstiger als Loxone oder bei ähnlichem Funktionsumfang in konventionell und propritär.

Aus dem Grund das kaum einer außer den ausführenden Fachkräften sich mit dem System auseinandersetzt  herrscht die landläufige Meinung das alles kostet Unsummen.

 

 

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0 am 7. Dezember 2019

Beim KNX sind es scheinbar Erfahrungswerte bezüglich Funktionalität und Gebäudegrösse… Viel genauer kann ich das nicht beurteilen, da ich selbst keine Erfahrung habe.

Erfahrungswerte helfen nicht wirklich weiter. Jedes Haus ist eine Einzelanfertigung und jeder Bauherr hat andere Wünsche und Bedürfnisse somit wird auch jedes Haus individuell mit den passenden Geräten ausgestattet. Je nach Funktionsumfang kann es viel oder wenig kosten. KNX ist hier keine Ausnahme.

Man muss einen Raumplan(Das empfiehlt sich immer unabhängig vom eingesetztem System) mit den gewünschten Funktionen erstellen und erst dann kann man abschätzen wieviel das Ganze kosten wird.

Und aus deinen Ausführungen kann ich rauslesen, dass du etwa 50 Kanäle brauchst, welche du steuern und überwachen willst. Keine 50 Schalter. Das sind komplett verschiedene Dinge.

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0 am 9. Dezember 2019

Vielen Dank für deine Antworten @mycraft

Ja ich könnte mir vorstellen dass es entsprechend etwa 50 Kanäle sein sollen. Die 50 Schalter kommen ja aus der konventionellen Elektroplanung.

Ich denke die Schwierigkeit ist, da wir über einen GU bauen, dass wir den Stromer nicht aussuchen können und der scheinbar (zumindest auch nach deiner Einschätzung) nicht sehr viel Ahnung von KNX hat. Ich selbst halt auch nicht.

Und die Aufpreise für Änderungen erscheinen mir auch ziemlich ordentlich, so gehen auch kürzere Leerrohre bis knapp 200 CHF hin. So erstaunt es mich natürlich nicht, wenn ich mir das Konzept von KNX zu Gemüte führe, dass ich solche Aufpreise höre.

Werde auf meinem Stromer das KNX Thema mal noch mal aufnehmen und ein bisschen genauer nachfragen.

 

Die grosse Schwierigkeit ist für mich noch, Sachen an die ich jetzt nicht gedacht habe (oder worauf wir momentan noch verzichten, z.B. aus Preisgründen) später einzubauen. Da ist ein Funk-Ansatz ja wesentlich ausbaufähiger. Würdest du in diesem Fall dann solche Sachen über KNX RF ergänzen?

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0 am 10. Dezember 2019

Nein KNX-RF hat nicht wirklich Zukunft. Bzw. Zukunft schon aber nur als Nische. Es wird nie soviele Möglichkeiten mit RF geben wie mit Kabel.

GÜ und Smarthomes sind immer schwierig. Oft bekommt man dann doch nichts halbes und nichts Ganzes. Unabhängig davon was man für ein System nimmt.

Bei einem späteren Einbau werden immer Sachen auf der Strecke bleiben. Weil dies und das nicht bedacht oder dieses und jenes nicht vorgesehen und schon ver-/zugebaut worden.

Alleine schon Sensorik an oder in irgendwelchen Rohren geht nicht oder nur ser rudimentär(oder viel Aufwand) hinterher. Vieles dann auch nur mit Batterien -> regelmäßiger Wechsel usw.

 

 

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