Beleuchtung Neuplanung

Veröffentlicht am 5. Juni 2020 in Keine Kategorie
0 am 6. November 2019

Hallo zusammen!

Aktuell plane ich den Umbau eines Einfamilienhauses. Das Gebäude ist aus den späten 70er Jahren, dementsprechend wird die gesamte Elektroinstallation erneuert. Nun habe ich mir schon viele Gedanken zur Steuerung der Lampen gemacht und mein Kopf raucht mittlerweile ziemlich aufgrund der vielen Möglichkeiten. Vielleicht kann mir einer von euch bei meiner Entscheidung helfen.

 

Gegebenheiten:
Ich habe einen Server auf dem OMV (Debian) läuft.
Die Elektroinstallation wird komplett neu gemacht, dementsprechend bin ich da zu 100% Flexibel

 

Was ich mir vorstelle:
Ich möchte eine Problemfreie Steuerung der Beleuchtung. Die Beleuchtung soll sich also nicht nur per App oder Google Home Sprachbefehl, sondern auch per klassischem Lichtschalter, bzw. Taster schalten lassen (zumindest an/aus). Im Wohnzimmer und der Küche möchte ich gerne eine Lichtsteuerung per Szenen haben, sodass ich alle Lampen in ein gemütliches Ambiente versetzen kann. In den Fluren fände ich dimmbare Lampen schön die nachts automatisch per Bewegungsmelder angehen oder ganz sanft die Nacht hindurch leuchten. Alle anderen Räume müssen nicht smart sein, da reichen mir einfache Lichtschalter. Ich habe irgendwie eine Abneigung gegen die Steuerung jedes einzelnen Leuchtmittels, lieber wäre es mir die gesamte Lampe mit einem vorgeschalteten Gerät zu steuern, wenn es aber anders sinnvoll ist, dann akzeptiere ich das. Neben dem Licht möchte ich auch meine Rollos, und die IR Steuerung meines Hi-Fi Systems smart machen. Für IR und RF besitze ich bereits einen Broadlink RM Pro+, schön wäre es aber natürlich wenn ich alles über eine gemeinsame Oberfläche steuern könnte. Hierzu könnte ich natürlich was auf meinem Server aufsetzen, ein getrenntes Gateway wäre mir aber aufgrund von Ausfallsicherheit und pflege etwas lieber.

 

Was ich mir schon näher angesehen habe und mir sympathisch ist:
Ich finde die Runden Deckenlampen von Xiaomi ziemlich nett, auch wegen der Ambient Beleuchtung. Mich stört aber, dass ich nicht auf einfachem Wege ein eigenes Gateway nutzen kann und sich diese Lampe nicht so flexibel mit Wandschaltern von Gira oder ähnlichem nutzen lässt.

Grundsätzlich ist mir Zigbee sehr sympathisch weil es offen ist und es diverse Hersteller gibt, die dieses System nutzen. Bei meiner Recherche bin ich auf Phoscon und deren ConBee II bzw. das Gateway gestoßen. Beides hört sich für mich gut an, da man sich nicht von einem Hersteller abhängig macht. Es gibt eine Kompatibilitätsliste mit Wandschaltern die funktionieren. Die Schalter scheinen aber alle Batteriebetrieben zu sein. Ich möchte aber unbedingt Schalter haben die nicht Batteriebetrieben sind. Außerdem sollen Sie optisch zu Steckdosen etc. passen, also z.B. in Gira oder Busch & Jäger Rahmen passen.

Als Lösung für meine Rollos, meine Leinwand und evtl. auch um mal eine bestehende Lampe per Nachrüstung Smart zu machen habe ich Shelly ins Auge gefasst.

 

Meine Fragen an euch:
Welche Systeme haltet ihr bei meinen Anforderungen am geeignetsten?

Macht es Sinn Zigbee und Shelly zu nutzen oder gibt es auch Rollo Steuerungen die auf Zigbee funken um alles in einem System zu haben?

Würdet ihr die Lichtschalter und Lampen auf herkömmliche Weise verkabeln oder etwas anders machen?

Hat der Einsatz eines autonomen Zigbee Gateways einen Nachteil gegenüber eines „dummen“ Zigbee Sticks der in meinem Server läuft im Bezug auf die mögliche Automation mit Home Assistant oder ähnlichen Systemen?

Ich hoffe diese Anfrage ist nicht zu lang und irgendjemand nimmt sich die Zeit den Text zu lesen. Vielen Dank schon mal dafür!!!

 
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0 am 14. November 2019

Zigbee, Z-Wave, KNX, Loxone, DALI…viele Wege führen nach Rom. Kommt auf dein Budget und Möglichkeiten an.

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0 am 14. November 2019

…. oder auch HomeMatic (868Mhz) mit Shelly (WLAN) und HUE oder IKEA (ZigBee) zusammen über ioBroker als System-Steuerung.

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0 am 15. November 2019

Ich danke euch für eure Antworten, aber so richtig weiter bringt mich das nun leider nicht.

Dass es verschiedene Systeme gibt mit denen ich zum Ziel kommen kann ist mir durchaus klar. Die Frage ist welcher Weg euch am Sinnvollsten erscheint, was mir bislang sympathisch erscheint schrieb ich ja bereits.

Zum Budget:
Ich will nicht sagen “Geld spielt keine Rolle”, aber wenn eine Mehrinvestition sinnvoll ist weil es mir einen Nutzen bringt, dann wäre ich auch gewillt dieses Geld auszugeben.

 

Zu den Möglichkeiten:
Was die Möglichkeiten angeht habe ich ja bereits erwähnt, dass ein Server vorhanden wäre der 24/7 laufen könnte. Ich bin zwar wirklich niemand der vernünftig Code schreiben kann, bisher habe ich mich aber immer durch meine Projekte durchgekämpft, technisches Grundwissen ist also auf jeden Fall vorhanden und ich bin in jedem Fall in der Lage einen I/O Broker oder einen Home Assistant im Docker auf meinem Server oder einem meiner Raspis aufzusetzen.

KNX ist mir eher unsympatisch. Der Aufwand scheint relativ hoch zu sein und die Schnittstellen releativ unkomfortabel. Was mich aber am Meisten stört ist, dass sich die moderneren Systeme deutlich einfacher erweitern lassen als KNX. Ich hätte lieber etwas moderneres.

HomeMatic finde ich grundsätzlich OK, allerdings sehe ich im Moment noch keinen Grund warum ich dies als zusätzliches System brauche. Soweit ich das sehe könnte ich alles mit Zigbee komponenten und den Shellys abdecken.

 

Zigbee ist eigentlich schon genau das was ich suche, daher habe ich mir dazu ein paar weitergehende Gedanken gemacht:

1. Die Ausfallsicherheit
Wichtig ist mir, dass die Beleuchtung jederzeit auch per Schalter funktioniert, auch wenn mein Internet ausfällt, die System SSD meines Servers kaputt geht oder das Zigbee Gateway die Grätsche macht. Ist es tatsächlich so, dass Zigbee sich Lampen auch beim Ausfall des Gateways weiterhin über einen bereits angelernten Zigbee Taster schalten lassen? Welche Funktionen funktionieren ohne Gateway noch?

 

2. Das Gateway
Hier gibt es ja manigfaltige Möglichkeiten. Entweder kann ich einen CC2531 Stick kaufen und Flashen den ich dann in meinem Server als Gateway betreibe oder ich entscheide mich für ein Gateway von Philips, Ikea, Dresden Elektronik, etc.
Was haltet ihr für den besseren Weg?

 

3. Die Verkabelung
Meine bisherige Idee ist alles auf alt hergebrachte Weise verkabeln zu lassen.
Anstelle der Lichtschalter würde ich die Phase zu Lampe einfach mit einer Klemme durchleiten lassen und in die Dose einen Zigbee Light Link Schalter von Busch Jäger setzen lassen. Damit hätte ich im Notfall und auch während der Bauphase jederzeit die Möglichkeit wieder einen normalen Schalter mit einem normalen Leuchtmittel zu nutzen. Außerdem hätte der Schalter keine Batterie und würde am Stromnetz hängen. Diese Schalter haben zusätzlichden Vorteil, dass man damit auch später eine Zigbee Steuerung an normalen Lampen nachrüsten kann und zusätzlich noch Szenen Schalter hat.

 

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0 am 26. November 2019

Ich hätte lieber etwas moderneres.

Du meinst, du hättest gern etwas aus den Hochglanzzeitschriften. Moderner als KNX geht es kaum. Täglich kommen neu Komponenten und Hersteller dazu und es gibt wirklich nichts was man nicht irgendwie ohne große Anstrengungen anbinden könnte. Sei es ein einfacher Fenstersensor oder komplizierte Geräte wie Heizkessel oder Klimanlagen. Ach ja und natürlich alles was mit IoT zu tun hat.

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0 am 27. November 2019

Nein das meine ich tatsächlich nicht, ich habe absolut keinen Plan von KNX und habe mir alle Informationen nur leihenhaft angelesen das gebe ich gerne zu. Sofern es wirklich sinnvoll ist bin ich auch durchaus offen für diese Lösung, wäre es anders hätte ich diesen Thread nicht eröffnet.

Meine Bedenken bezüglich KNX sind folgende:
Das Funksystem steckt angeblich noch in den Kinderschuhen und erfolgt unverschlüsselt. Es sind soweit ich das überblicke deutlich weniger Funk Komponenten vorhanden als bei anderen Systemen. Bei modernen Lösungen bauen die Funkkomponenten ein Mesh auf, soweit ich das bei KNX gelesen habe ist dies nicht der Fall, was zu Empfangsproblemen führen kann. Ich habe auf Anhieb keine Möglichkeit zur RGB Steuerung von LEDs gefunden, die Steuerung der Farbtemperatur von weißen LEDs ist zwar mittlerweile möglich, aber auch nicht ganz trivial. Und dann ist da noch das Problem der Erweiterung, was passiert wenn ich an einer freien Steckdose noch eine LED Leiste nachrüsten will?

Also wenn du all diese Bedenken zerstreuen kannst, kommt KNX für mich auch in Frage.

 

P.S.
Leider bekomme ich jedoch bislang wenig Input zu meinen Fragen. Wäre toll wenn du darauf auch noch einmal eingehen könntest.

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0 am 27. November 2019

Naja ich sage es mal so. KNX ist die Mutter aller Gebäudesteuerungen. Aber KNX ist nicht stehengeblieben und wird ständig weiterentwickelt. Täglich kommen neue Geräte auf den Markt und Hersteller springen auf den Zug auf. Somit gibt es bis zum heutigen Tage keine wirklichen Hürden irgendetwas an eine bestehende oder neue Installation zu integrieren. Und eigentlich ist es auch so, dass die ganzen Systeme erst durch KNX möglich geworden sind, weil man erkannt hat das die Menschen genau das was KNX bietet haben wollen aber auch in Mietwohnungen usw. ohne die Notwendigkeit gleich beim Bau oder Sanierung daran zu denken und ja zu geringeren Kosten mit Abstrichen in Sachen Zuverlässigkeit und Sicherheit.

Die Funksparte war schon immer wenig interessant und wird es auch bleiben. Es liegt einfach daran, dass KNX (übertrieben gesagt) darauf ausgelegt ist einen Atomkrieg zu überleben. Wo Funksysteme von Störungen, Kontakt- und Reichweiteproblemen und verschwundenen Telegramen geplagt werden. Kann der KNX-User nur müde lächeln. Er kennt diese Sorgen nicht. Seine Installation funktionert einfach wie ein Uhrwerk ohne irgendwelche Eingriffe.

KNX muss einfach unter allen Umständen zuverlässig funktionieren un das tut es auch.

Wenn du sowieso die Elektrik komplett ersetzten willst ist es mir absolut unverständlich dabei gänzlich auf Funk setzen zu wollen. Was kann es zuverlässigeres als ein Rückgrat mittels einer kabelgebunden Installation, welche funktioniert auch wenn man mit dem Hammer draufhaut(übertrieben gesagt) geben? Der Funkrasenmäher oder Funklampen a la Hue lassen sich natürlich auch ans KNX problemlos anbinden und steuern.

KNX baut kein Mesh und braucht keine zentrale Einheit/Server. KNX ist ein dezentrales system und jedes Gerät ist für sich. Die Kommunikation erfolgt über den BUS und jedes Gerät bringt seine eigene Intelligenz mit(Daher auch der Preis). So wird salopp gesagt das Haus mit jedem Gerät immer Intelligenter und die Fähigkeiten steigen.

Nimmst du ein Gerät raus oder fügst du eins ein. Davon bleibt der Rest des Systems im Grunde unbeeindruckt. Es funktioniert weiterhin mit oder ohne. Das heißt also auch im Falle eines(sehr unwahrschenlichen) Defekts funktioniert der Rest der Anlage und dir fällt nicht ein ganzes oder halbes Stockwerk aus. Auch von Internetausfällen usw. bleibt KNX unberührt. Nur wenn der Strom alle ist bleibt es dunkel.

RGB oder RGBW lässt sich natürlich direkt über KNX oder andere Protokolle steuern, welche man dann wiederum über KNX bedienen kann.

Wenn du an einer freien Steckdose noch eine LED Leiste nachrüsten willst machst du es einfach. Denn du hast ja vorher nachgedacht und der BUS liegt an jeder Dose(Kostenpunkt 30cent je Meter Kabel) bzw. machst du es über ein x-beliebiges Funkprotokoll(z-Wave, zigBee, EnOcean usw.). Denn du hast ja KNX und da lässt sich alles anbinden.

Gerade weil du eben auch ganze Leuchtgruppen und nicht einzelne Leuchtmittel steuern und Lichtschalter weiterhin haben willst ist mir unklar warum man dann auf Funk gehen sollte.

P.S.Alle deine Wünsche könnte ein Lehrling mit KNX in die Tat umsetzten.

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