RE: Smart Wohnung – von Beginn an

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#26501
z-smoker
Teilnehmer

Das habe ich, aber aus dem „kleinen“ wird ganz schell etwas „großes“.

Vor diesem Problem standen schon viele von uns. Man hat ein nettes „Sammelsurium” an „smarten Geräten“ (Hue, Tradfri, Bosch, Xiaomi, TP-Link, AMV, HomeMatic usw.), aber jedes hat eine eigene App, eine eigene Zentrale (Bridge/Gateway) und einen eigenen Kommunikationsweg (Funk, Zigbee, EnOcean, Z-Wave, Bluetooth, Wifi …)

Ich selbst steuere mein „Sammelsurium“ über Apple Homkit (da ich halt ein Apple-User bin). Aber von meinen verschiedenen Produkten gehen nicht mal 10% direkt über Apple. Man muß also Wege finden diese unterschiedlichen System zu vereinen – und da wir es schwierig.

Es gibt auf dem Markt einige kostenfreie Software-Steuerzentralen, die oftmals sehr viele „Insellösungen” vereinen. Meist benötigt man aber zumindest auch immer die Hersteller-Zentrale dafür. Diese werden dann in diesen SW-Lösungen durch sogenannte Plugins oder Adapter oder Tools (wie immer man es auch nennt) eingebunden. Die bekanntesten diese SmartHome-Steuer-Zentralen sind: FHEM, ioBroker, Hoobs/Homebridge, Smart Assistant, KNX. Diese müssen aber auf einem Sub-System installiert (PC/Mac/Server, NAS Raspberry usw.) und dann ist heimische Netzwerk eingebunden werden. Dann müssen die entsprechenden „Adapter“ gesucht, gefunden und installiert werden. Prinzipiell funktioniert dies auch relativ gut, bedarf aber einer intensiveren Einarbeitung. Manche dieser Systeme sind sehr umfangreich und ermöglichen auch eine Visualisierung des eigenen „SmartHomes“. Man kann da optisch sehr viel machen (Räume anlegen oder Graphen definiere usw.), aber nur mit noch mehr Einarbeitung. Man hat dann aber oftmals einiges an Bridges/Gateways/Hubs der verschiedenen Hersteller „rumstehen“ und dann das Problem, dass die Verbindung (kabellos) nicht immer in der letzten Winkel der Wohnung/Haus reicht. Also braucht man dafür wieder irgendwelche Geräte zur Signal-Reichweiten-Verlängerung (ups… ein Hammerwort).

Dies ist nicht zu verwechseln mit den verschiedensten „teil-offenen“ Systemen wie Alexa oder Google, die Integrationsmöglichkeiten für Fremdhersteller bieten (da sie ja selbst keinerlei sinnvolle „Smarthome-Devices“ anbieten wie Thermostate, Lampen, Schalter, Sensoren usw.). Leider ist dort meist die Funktionsvielfalt von Interaktionen (Automationen, Abläufe, Szenen anzulegen und zu verbinden) begrenzt.

Daneben gibt es aber auch noch Anbieter von speziellen „Hardware-Zentralen“, die in sich schon verschiede Kommunikationsprotokolle verarbeiten können (siehe Funk, ZigBee, Wifi, BT, Z-Wave…), wie z.B. homee, Homey, Mediola oder auch Somfy. Diese steuern dann mit einer eigenen Software diese eingebunden Fremdgeräte (mehr oder weniger gut). Aber auch hier gibt es ev. Problem mit der Signalreichweite…

 

Ich habe dir hier einiges aufgezählt und hoffe dies ohne allzu große Verwirrung gemacht zu haben. Konkret habe ich selbst auch so ein Sammelsurium mit:
Lampen (Tradfri, Milight, tint), Steckdosen (Funk-Plugs von Brennenstuhl, TP-Link, Tuya-kompatible), Schalter (Tradfri, Aqara), Thermostate (Homematic), Sensoren (Homematic, Aqara) und noch mind. 20 weitere Geräte (IP-Kameras, Echos, Staubsauger, Kaffee-/Waschmaschine, TV, Sat-Receiver usw.). Verwendet werden hierbei mind. 5 verschiedene Protokolle (Funk433, Wifi, ZigBee, HM-Funk, Milight-Funk) und somit auch genauso viele Hersteller-Zentralen  🙁

Dies steuere ich alles über Apple Homekit (Phone/Tablet/Mac oder per Sprache über Siri/Alexa) mit Homebridge und ioBroker (zur Einbindung der Fremdhersteller) auf einem Raspberry Pi mit einem USB-Zigbee-Stick, sowie einer HomeMatic-Zentrale (auch Pi mit HM-Antenne) und natürlich meinem Haus-Netzwerk über den Router/AP/Switch.

Es funktioniert bei mir alles relativ gut und recht stabil, bedarf aber schon einer intensiveren „Pflege“ und „Betreuung“ – nur mit installieren und alles laufen lassen geht es nicht. Wobei ich hierfür deutlich mehr Zeit opfere als nötig wäre – da es auch ein Hobby geworden ist. Aber bei einem laufenden System muss man mit 3-6 Std./Monat schon rechnen.