Antwort auf: Haussanierung: Welches Smart Home System?

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#1977
Mycraft
Teilnehmer

Eine zentrale Steuereinheit, die ich zentral über ein Tablet (Touch Screen) steuern kann und ich von unterwegs aus mit der entsprechenden App darauf zugreifen kann.

Warum sich selber Steine in den Weg legen?

Generell ist das KNX System eine gute Sache, allerdings ist es mir irgendwie zu altbacken, denn so wirkliche Fernzugriffe sind hier nur bedingt möglich.

Hmm an der Aussage merkt man, dass du vor 20 Jahren KNX wahrscheinlich in der Ausbildung gehabt hast und danach nie wieder. Seitdem hat es sich gewaltig weiterentwickelt. Fernzugriffe sind ein alter Hut und gerade im KNX z.B. ohne Herstellerzwang zu einer Cloud problemlos möglich.

Kann mir jemand ein System empfehlen, was ich mir näher ansehen soll, was also meinem Wünschen gerecht wird?

Du hast es selbst gesagt KNX würde am besten passen und du kannst es dann wirklich frei nach eigenen wünschen jederzeit erweitern und konfigurieren.

Was mir auch noch wichtig ist… Ich möchte, dass das System zukunftssicher ist. Ich habe gesehen, im Hornbach Baumark gibt es nun auch ein eigenes System. Wenn dies allerdings dann irgendwann nicht mehr angeboten wird, und ich dann irgendwann mal mein Smart Home erweitern möchte, dann bekomme ich keine Teile mehr. Also wäre am besten ein. System, was mit mehreren Geräten Herstellerübergreifend zurecht kommt.

Hornbach und zukunftssicher in einem Satz ist schon ne Nummer. 😉 Wenn der einzige Hersteller nicht mehr mitmachen will, oder nicht den Bedingungen von Hornbach entspricht ist der Ofen aus. Mit KNX hast du über 450 Hersteller im Boot(Tendenz: steigend). Da wird es immer jemanden geben wer Geräte entwickelt und vertreibt.

wenn ich z.B. für KNX verkable, dann lege ich ein Kabel vom Verbraucher in den Schaltschrank, an den entsprechenden Aktor. Vom Lichtschalter geht ja nur eine Bus Leitung weg. Das heißt dann: Ein mal KNX; immer KNX…

Auch hier bist du auf dem Stand von vor 20 Jahren. Heutzutage kann man KNX als Backbone nutzen und oben drauf alles mögliche “draufschalten”. DALI, DMX, 1-Wire, IoT, Alexa, Homekit, Siri, Google, Netatmo, Modbus, EnOcean, SONOS, hue z-wave, zigbee, und diverse andere Protokolle und Systeme lassen sich über KNX bideriktional steuern und abfragen.

Somit heißt es eigentlich heutzutage: Einmal KNX = alles was es gibt.

Wenn Du das vermeiden möchtest, bleibt aus meiner Sicht (ich lasse mich aber gerne korrigieren falls ich damit falsch liege) nur ein funkbasiertes System, z.B. auf Basis von Z-Wave,, übrig.

Oder hat jemand eine andere Idee? Ggfs Digitalstrom? Oder würde es damit die gleiche Abhängigkeit geben wie bei KNX?

KNX ist von nichts und niemand abhängig. Es ist ein offenes System und man kann damit alles machen was einem in den Sinn kommt.

Z-Wave geht eigentlich den Weg den KNX beschritten hat nur eben nicht mit Kabel und ist eben eher für Nachrüstung gedacht.

Digitalstrom? Gibt es die noch? Aufgrund der diversen Nachteile würde ich das nicht mal in Erwägung ziehen. (übrigens auch eher ein System für Nachrüstung)

Ich habe halt angst, dass von KNX so langsam das Ende erreicht ist, denn zu meiner Lehrzeit war das schon gut im Markt etabliert und verändert hat sich nicht viel, meines Wissens beträgt die Bus Geschwindigkeit 9600 Baud, was mit den alten RS232 Schnittstellen an alten PC´s vergleichbar ist.

Der Zug nimmt erst Fahrt auf, denn durch das Zeitalter der Smartphones kann das System überhaupt erst die Stärken ausspielen.

Zum übertragen von wenigen Bytes benötigt man übrigens keine Datenautobahn. Und die Steuersignale für Licht an/aus Farbe x/y oder eine Klimatisierung von Räumen sind nur wenige Bytes.

willst du damit auch deinen Fernseher steuern ?

Spracherkennung ?

Videoüberwachung ?

Almanlage ?

Steuerung der Fotovoltaik Anlage ?

Waschmaschiene Arbeite nur wenn der Stom Billig ist ?

Heizung ?

Raumthermostate ?

Gartenbewässerung ?

Sauna ?

usw … usw …

Alles im KNX Alltag…sprich nichts außergewöhnliches und erst ab ungefähr dem Funktionsumfang fängt es erst an richtig interessant und smart zu werden.