Antwort auf: Smarthome: Wie An- / Abwesenheitserkennung zuverlässig realisieren?

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#1808
franzen
Teilnehmer

Hallo Mark,

erstmal willkommen im Smarthome-Forum!

Das Thema automatische Erkennung der Anwesenheit / Abwesenheit im Smarthome haben wir erst heute hier im Forum ausführlich diskutiert, im Thread über die Zukunft des Smarthome. Der User Mycraft hat dazu einige spannende und clevere Ideen was man alles über Sensoren etc. erfassen kann, um die Wahrscheinlichkeit zu berechnen ob jemand Zuhause ist oder nicht. Ich zitiere mal aus seinem Beitrag:

  • Ist die Tür abgeschlossen?
  • Wurde Präsenz festgestellt?
  • Wird Strom von nicht dauerhaften Verbrauchern(Kühlschrank, Heizung) verbraucht?
  • Passt die Uhrzeit?
  • Schläft jemand?

Die Ideen finde ich gut und ich denke, dass man auf diesem Weg recht gut die Wahrscheinlichkeit berechnen kann. Aber am Ende geht es eben um eine Wahrscheinlichkeit, d.h. 100% zuverlässig wird so ein Smarthome meiner Meinung nach nicht funktionieren. Das ist in einigen Fällen nicht so tragisch (beispielsweise wenn mal das Licht ausgeschaltet wird, obwohl die Bewohner noch gar nicht im Bett sind), in anderen Fällen kann es im Alltag aber ziemlich blöd sein (beispielsweise wenn der Alarm scharf gestellt wird, obwohl man sich noch Abends mit Gästen im Garten aufhält. Geht man dann wieder ins Haus, sind alle Nachbarn wach).

Aber wie gesagt, grundsätzlich lässt sich das sicherlich relativ gut berechnen. Prämisse dafür ist, dass wirklich das gesamte Haus vernetzt ist, damit Du beispielsweise auch Daten über den Stromverbrauch wie von Mycraft beschrieben nutzen kannst, um die Wahrscheinlichkeit zu berechnen.

Persönlich finde ich die oben, bzw. von Mycraft beschriebenen Möglichkeiten total spanennd, setze aber im Alltag doch eher auf eine manuelle Schaltung der An- und Abwesenheit, weil mir zum einen der Aufwand schlichtweg zu groß ist und ich zum anderen glaube, dass es im Alltag (zumindest bei uns) doch nicht wirklich zuverlässig funktionieren würde. Das hat aber auch mit individuellen Faktoren zu tun, wir halten uns beispielsweise viel im Garten auf und haben dennoch die Türen des Hauses geschlossen, um Einbrecher und Müchen fernzuhalten. Das Smarthome würde in so einem Fall vermutlich „denken“, dass niemand mehr Zuhause ist und den Alarm aktivieren, die Heizung runterdrehen etc.).

Aber wie gesagt: Das sind sehr individuelle Faktoren, die bei anderen Leuten oder Familien natürlich ganz anders aussehen können.

Zur Heizungssteuerung fällt mir noch das System von Tado ein, das wohl relativ zuverlässig basierend auf den GPS-Daten der Smartphones die Heiztemperatur festlegt, also beispielsweise die Temperatur reduziert, wenn niemand mehr Zuhause ist (alle Smartphones befinden sich außerhalb eines definierten Bereichs) aber auch automatisch die Temperatur erhöht, sobald sich ein Bewohner auf dem Rückweg macht (also nicht erst dann, wenn man Zuhause eintrifft sondern bereits vorher). Das scheint ganz gut zu funktionieren, ist aber auch wirklich nur auf die Heizungssteuerung ausgelegt…

Grüße

Franzen