Antwort auf: Smart Home Zukunft: Wohin geht die Reise?

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#1800
Mycraft
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Also ich glaube ja nicht so richtig an eine vollständige Automatisierung – weder mit Matratzensensoren, die eigentlich für Krankenhäuser vorgesehen sind, noch mit Sitzerkennungsmatten für Autos Warum? Weil der Alltag meiner Meinung nach doch zu unterschiedlich ist und diverse “Feinheiten” schnell dafür sorgen, dass man am Ende doch wieder manuell das Smart Home steuert (und z.B. den Abwesend-Modus aktiviert).

Ich sehe hier einfach nur zu wenig Kenntnisse der Materie und vielleicht einfach nur Unverständnis, da Automatisierung oft ein denken außerhalb gewohnter Parameter erfordert.

Kameras wurden für Film und Fernsehen entwickelt und heute setzt man diese z.B. für den Spurhalteassitenten ein. Solarzellen sahen ihren Ursprung im Weltraum um die Versorgung von Satelliten und Raumstationen zu sichern und heutzutage legt man sich so was auf das Dach des Einfamilienhäuschens.

•Unsere kleine Tochter schläft ab und zu noch in unserem Bett. Alle Bewohner schlafen, das Smart Home mit den Matratzensensoren “denkt” aber, dass eine Person wach ist (Matratze nicht belegt).
•Wenn ich sehr früh raus muss, schlafe ich ab und zu im Gästezimmer. Auch hier wieder: Smart Home “denkt”, dass eine Person wach ist, da das Bett nicht belegt ist und schaltet dementsprechend Lampen, den Alarm etc. falsch

Hier liegt die Kunst einfach nur darin zu definieren welche Parameter vor-/ bzw. nachrangig sind und welcher Zustand als normal angesehen werden muss. In der Automatisation ist dies Alltag.

Somit kann das Haus dann selbst unterscheiden schläft das Kind noch bei sich oder ist es schon rübergegangen oder eben ist ein Gast anwesend bzw. schläft jemand der Hauptbewohner im Gästezimmer.

•Wie soll ein Smart Home zuverlässig und schnell erkennen, dass ich das Haus verlassen habe, wenn ich kein Smartphone dabei habe?

Gegenfrage: Wie hat es denn vor dem Zeitalter der Smartphones funktioniert? Smarthomes sind keine Erfindung der Neuzeit. Auch wenn dies so suggeriert wird.

Eine wirkungsvolle Erkennung von An-/Abwesenheit setzt sich einfach aus vielen Bausteinen zusammen. Es ist eben nicht nur das Smartphone sondern viele andere Dinge, und diese dann auch noch gewichtet nach dem Vorrangsprinzip.

– Ist die Tür abgeschlossen?
– Wurde Präsenz festgestellt?
– Wird Strom von nicht dauerhaften Verbrauchern(Kühlschrank, Heizung) verbraucht?
– Passt die Uhrzeit?
– Schläft jemand?
usw. die Liste kann man weiterführen

erst wenn alle Bedingungen erfüllt sind dann hat man eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit die An-/Abwesenheit zuverlässig zu erfassen.

Das waren jetzt nur ein paar Beispiele, im Alltag treten sicherlich noch weitere Probleme auf (Großeltern passen auf das Kind Zuhause auf, beide Eltern sind unterwegs: Wie verhält sich das Smart Home? Wird automatisch das Licht aus- und der Alarm eingeschaltet, da beide Eltern (mit Smartphone) das Haus verlassen haben und nur das Kind und die Großeltern (ohne Smartphone) Zuhause sind?

Wie gerade schon geschrieben, man darf sich nicht vom Smartphone abhängig machen. Es ist nicht der Nabel der Welt, gerade z.B. weil es auch vergessen werden kann.

Beim Beispiel mit den Großeltern verhält sich das Smarthome wie immer als ob alle zu Hause wären. Anderenfalls wäre es kein Smarthome.

Kameras sehe ich eher nicht als Weg. Schon alleine aus dem Grund, dass nicht jeder sich beobachten lassen will.

Ich erzähle hier auch keine Zukunftsvisionen, sondern gelebten Alltag. Es funktioniert man muss sich nur darauf einlassen.