Antwort auf: Vorteil von KNX und Co. im Vergleich zu "Do it Yoursel"-Lösungen wie Homematic?

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#1615
Mycraft
Teilnehmer

Ja klar, das ist doch der Punkt: Das ist Dein Standpunkt und das ist ja auch völlig ok so.

Du hast eben nach einer Expertenmeinung gefragt. Ich habe geantwortet.

Viele Smart Home-Anwender (=potenzielle Käufer Deiner Immobilie) sehen das aber offenbar anders, das zeigt sich ja hier im Forum und an den Verkaufszahlen der “Baumarktlösungen” wie HomeKit, Innogy, Telekom Smart Home etc.

Ich rede nicht unbedingt von meiner Immobilie. Sondern von einer generellen Entwicklung. Denn genau hier muss man unterscheiden ob es eben um Smarthome Anwender geht, oder welche die es werden wollen und mit Homekit, innogy, Telekom etc. mal in die Welt schnuppern wollen.

Und diese Nutzer werden nicht bereit sein einen Aufpreis für ein System zu bezahlen, dass sie nicht haben möchten, zumal sie ihr “Baumarktsystem” aus der alten Immobilie ja einfach mitnehmen können.

Hmm also du denkst also, dass jemand etwas fertiges und funktionierendes eher ablehnt und sich lieber doch (metaphorisch) die Hände nochmals schmutzig macht und alles wieder neu aufbaut? Da bin (nicht nur) ich anderer Meinung. Die breite Masse der Menschen bevorzugt dann doch lieber fertige Sachen, als halbgare Lösungen.

Ein weiterer Punkt gegen die Mitnahme des Systems ist einfach mal die veränderte Situation und Technik. Zieht man von Mietwohnung zu Mietwohnung, dann mag das noch funktionieren. Von einer Mietwohnung in ein Haus und andersherum funktioniert das nur bedingt. Auch von Haus zu Haus sind die Unbekannten zu groß um die Möglichkeit der Mitnahme überhaupt als Vorteil anzusehen.

Beispiel anhand von tado: In einer Wohnung hat man in der Regel Heizkörperthermostate. In einem modernem Haus hat man dagegen Fußbodenheizung. Die Heizkörperthermostate sind somit obsolet und man benötigt welche für die FBH.

->Mitnahme sinnlos.

Da wird es dann wenig bringen, wenn Du ihnen erklärst dass es Deiner Meinung nach nur zwei erst zunehmende Systeme gibt etc.

Das ist nicht nur meine Meinung und das muss ich auch nicht. Es erledigt sich von selbst sobald man einfach mal die Möglichkeiten anschaut und die Systeme gegenüberstellt.

Nein, ich spreche von älteren Menschen, die grundsätzlich keine Lust haben ein Haus mit einer Technik zu kaufen, die sie nicht verstehen und nicht konfigurieren können. Die keine Lust auf “komplexe Logiken” haben. Und deshalb auch kein Aufpreis für diese Funktionen bezahlen werden.

Verstehe. Du redest also von den Menschen, die sich das gute alte Wählscheibentelefon und Schwarz-Weiß Fernsehen zurückwünschen. Da kann ich beruhigen, diese sind in der Minderheit. Der Großteil der “älteren Menschen” geht auch mit der Zeit und passt sich an. Somit sind grundsätzlich die Menschen aller Altersklassen lernfähig.

Auch müssen die “älteren Menschen” eine Hauselektrik weder verstehen noch konfigurieren. Vorteil professionelles System: man braucht kein Smartphone um es zu bedienen. Es fühlt sich nicht anders an, wenn man nicht möchte. Es funktioniert einfach. Licht geht an und aus. usw. die smarten Funktionen laufen nicht sichtbar im Hintergrund ab.

Das Argument verstehe ich nicht. Das DIY-System wird doch eben nicht mit dem Haus verkauft, sondern einfach mitgenommen? Deshalb ist es ja völlig egal ob der neue Käufer das möchte oder nicht. Das ist doch der zentrale Vorteil von DIY-Funklösungen im Vergleich zu kabelbasierten Systemen wie KNX. Und das war doch auch der Ausgangspunkt der Diskussion…

Naja das was du als Vorteil ansiehst ist eben im Grunde keiner. Wieso habe ich weiter oben erklärt. Intelligente Haussteuerungen sind schon Maßanfertigungen egal ob diese vom Profi oder aus dem Baumarkt kommen. Somit ist eine mögliche Mitnahme nur ein Vorteil auf Papier.

Aber um Äpfel mit Äpfeln zu vergleichen:
Es hindert dich im Grunde nichts daran auch die KNX-Geräte auszubauen und mitzunehmen. Übrig bleiben würde nur das Kabel, welches ~0,30€/m gekostet hat.