Antwort auf: Vorteil von KNX und Co. im Vergleich zu "Do it Yoursel"-Lösungen wie Homematic?

Threads Index Foren Smart Home Smart Home allgemein Vorteil von KNX und Co. im Vergleich zu "Do it Yoursel"-Lösungen wie Homematic? Antwort auf: Vorteil von KNX und Co. im Vergleich zu "Do it Yoursel"-Lösungen wie Homematic?

#1609
Mycraft
Teilnehmer

haben 49 % der Befragten angegeben, keinerlei Interesse an Smart-Home-Geräten zu haben. Nur 9 % erklärten, dass sie entsprechende Produkte und Dienstleistungen definitiv nutzen wollen.”

Präzise! Niemand hat Interesse an Smarthome-Geräten, denn in einem fertigen Smarthome lebt man einfach und bastelt nicht daran herum. So jedenfalls sagen es alle die schon mehrere Jahrzehnte(oder auch nur wenige Jahre) in einem solchen Haus leben und sollte doch Bedarf an Änderungen herrschen, so ist dies entgegen der landläufigen Meinung oft ohne Spezialkenntnisse möglich.

Das ist auch der Sinn eines Smarthomes. Die Technologie soll in den Hintergrund treten, dabei kaum bemerkbar sein und trotzdem Energiekosten sparen und den Komfort steigern.

Auch hier: Warum glaubst Du das? Es mag für Dich egal sein (ist es das wirlich?), aber die Diskussionen hier im Forum zeigen doch, dass wirklich jeder Anwender unterschiedliche Bedürfnisse hat und unter dem Thema etwas anderes versteht.

Naja ich denke ich habe meinen Standpunkt mehr als oft dargelegt. Eigentlich gibt es nur zwei ernst zunehmende Systeme KNX mit Kabel und Z-Wave mit Funk.

Die Bedürfnisse sind im großen und Ganzen die gleichen. Der Komfort soll erhöht werden. Einfach nur weniger manuelle Eingriffe und alles soll soweit es geht automatisch funktionieren und dem Nutzer die Wünsche praktisch von den Lippen ablesen. Das ist mit dem einen oder anderem System einfach, schwer oder gar nicht zu realisieren.

Nein, das (exemplarische) Argument ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Auch hier wieder: Schau Dich doch hier im Forum um:
– Apple Watch als Fernbedienung für das Smarthome?
– Garagentor mit Appel Watch (Siri) öffnen und schließen?
– Hat KNX noch eine Zukunft?
etc.

Das zeigt doch nur, dass die User einfach nur nicht wissen, wie es überhaupt funktioniert und welche Möglichkeiten welche Systeme anbieten.

Das eben eine Steuerung des Hauses mit einer Applewatch NICHT zwingend erfordert gleichzeitig weitere Applegeräte(oder Homekit) im Haus haben zu müssen. Darauf bezog sich die Aussage: “an den Haaren herbeigezogen”

Dass man bei Homekit eine App hat ist mir bekannt, nur der Nutzen ist fraglich, denn damit braucht man ja wieder NUR Homekit-fähige Geräte.

Den Zoo haben viele User, welche sich für die diversen “Smarthomebauteile” ohne ein Konzept entscheiden. Dann läuft die Beschattung über eine App die Thermostate über eine andere und die Heizung über eine dritte. Und so werkeln die Systeme nicht selten aneinander vorbei statt zusammenzuarbeiten.

Was meinst Du “dass hier Nachholbedarf besteht?” Willst Du einem potentiellen Käufer Deiner Immobilie erstmal Nachhilfeunterricht in Sachen Smart Home geben und einem passionierten Apple-Fan verklickern, dass Siri sich ja überhaupt nicht für die Steuerung des Smart Home eignet, er seinen HomePod in die Tonne werfen kann und von der Idee abrücken soll, sein Smart Home mit der Apple Watch zu steuern? Sagen wir mal so: Das könnte eine anspruchsvolle Aufgabe werden, meinst Du nicht? Ist dann ein bisschen so, als würde man seinen BMW in der Garage beim Immobilienverkauf mit verkaufen und vor Dir steht ein Tesla-Fan.

Der Nachholbedarf besteht darin, den Nutzer aufzuklären, dass Apple, Google und Co nicht der Nabel der Welt sind und man z.B. eben NICHT auf Homekit-fähige Geräte angewiesen ist. Wie schon gesagt Applegeräte eignen sich wunderbar zur Steuerung, Überwachung etc. diverser nicht Homekit-fähigen Lösungen. Da sind schon andere drauf gekommen und die passenden Werkzeuge werden jedem angeboten oft sogar opensource mit Apps und bunten Bildern(so dass keine Programmierkenntnisse nötig sind).

Wenn man sich für Apple und Homekit entschieden hat, dann ist es eben so, aber alles was bis jetzt kam ist mehr oder weniger kalter Kaffee. Interessant ist auch, dass man die gleichen Fehler und Probleme beobachten kann, welche andere Systeme z.B. Z-Wave schon vor 10 Jahren gelöst haben.

Es gibt übrigens immer mehr alte Menschen, da könnte es dann im Verkaufsgespräch auch schwierig werden (“Hier soll aber nicht überall automatisch das Licht angehen! Wie kann man das denn ausstellen? Wo muss ich drücken? Oh Gott, auf diesem kleinen Bildschirm kann ich das gar nicht lesen. Die Symbole da sehen so komisch aus etc.)

Sprichst du jetzt wieder von Homekit? Ja da kann ich zustimmen die älteren Menschen können schon mal auf dem Iphone kaum was erkennen.

Für alle anderen gibt es eben “intelligente” Lichtsteuerungen, wo das Licht eben nur dann angeht wenn es gebraucht wird. Man schafft es mit komplexen Logiken und strategisch gut positionierten Sensoren(Hier hilft es einfach nur etwas Kreativität und Köpfchen walten zu lassen).

Ja ich weiß die Systeme aus dem Baumarkt haben da noch ein weiten Weg bis die das können.

1.Interessiert sich die breite Bevölkerung für das Thema Smart Home? (Antwort: nein, bislang ist der Anteil gering. Siehe verlinkte Studie oben)

Du siehst das Ganze zu eindimensional. Wie ich schon oben geschrieben habe interessieren sich die Wenigsten dafür ja. Die meisten sagen aber nicht nein, wenn es denn schon vorhanden ist. Solange das System intelligent gestaltet worden ist und das macht was die Bewohner möchten ohne “dazwischenzufunken”. Und hier ist der Großteil der DIY-lösungen außer Frage im Nachteil.

Woher die Erkenntniss? Man kann das sehr gut anhand der Entwicklung der Kraftfahrzeuge beobachten. Vor nicht einmal 30 Jahren hatten die Kleinwagen und die untere Mittelkasse(Sprich die Autos für die Masse) kaum Extras. Heutzutage ist ein Kleinwagen ohne ZV, eFH und klimaanlage unverkäuflich und dabei ist es belanglos wer der Hersteller ist und welches System es hat. Es muss nur funktionieren.

Dasselbe kommt auf uns im Bereich der Smarthomes zu. In nicht allzu ferner Zukunft werden Häuser mit intelligenten Steuerungen einfach mehr wert sein als 0815-Bauten mit konventioneller Elektrik.

2.Selbst wenn das Interesse vorhanden ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Käufer genau dieses (fest verbaute) System haben will? (gering, siehe die zahlreichen Beiträge hier im Forum, die zeigen, dass die Anwender sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben).

Die Erfahrungen zeigen, dass das System einfach funktionieren, intuitiv sein muss und den Bewohner nicht stören. Natürlich am besten noch mit den vorhandenen Geräten des neuen Besitzers steuerbar sein. Das ist mit professionellen Systemen relativ leicht und kostengünstig umsetzbar.

Bei DYI sieht es jedoch ganz anders aus. Hier trifft genau dein Fall ein. Der Neue Besitzer möchte es nicht, weil unklar ist was es überhaupt macht. Man kann es nicht mit dem Telefon oder Uhr steuern und es wandert in die Tonne. Zumal die Geräte aus dem Bereich oft gar nicht dafür gedacht sind Jahrzehnte fehlerfrei zu funktionieren.