Antwort auf: Vorteil von KNX und Co. im Vergleich zu "Do it Yoursel"-Lösungen wie Homematic?

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#1608
timotim
Teilnehmer

Die Wahrscheinlichkeit ist relativ groß, dass der neue Käufer ein fertig eingebautes und funktionierendes System mit Dankbarkeit annimmt und auf jeden Fall auch den Preis dafür bezahlt.

Nein, das ist ganz offensichtlich nicht der Fall. Wie kommst Du denn zu der These? Wie gesagt, schau Dir einfach die entsprechenden Studien an: “In einer repräsentativen Umfrage bis Ende Oktober 2018 von Hopp Marktforschung aus Berlin unter 1 048 Personen haben 49 % der Befragten angegeben, keinerlei Interesse an Smart-Home-Geräten zu haben. Nur 9 % erklärten, dass sie entsprechende Produkte und Dienstleistungen definitiv nutzen wollen.” (Quelle: Verbraucher sehen Smart Home kritisch)

Dabei ist es völlig belanglos welche Technologie dahinter steckt.

Auch hier: Warum glaubst Du das? Es mag für Dich egal sein (ist es das wirlich?), aber die Diskussionen hier im Forum zeigen doch, dass wirklich jeder Anwender unterschiedliche Bedürfnisse hat und unter dem Thema etwas anderes versteht.

Mit Apple Geräten lässt sich vieles auch ohne Homekit wunderbar steuern und ohne einen Zoo an Apps zu haben. Somit ist dieses Argument an den Haaren herbeigezogen und zeigt einfach nur das hier Nachholbedarf besteht.

Nein, das (exemplarische) Argument ist nicht an den Haaren herbeigezogen. Auch hier wieder: Schau Dich doch hier im Forum um:

Bei HomeKit hast Du übrigens keinen “Zoo an Apps”. Es gibt nur eine einzige App, damit kannst Du alle Geräte steuern, konfigurieren, einrichten etc.

Was meinst Du “dass hier Nachholbedarf besteht?” Willst Du einem potentiellen Käufer Deiner Immobilie erstmal Nachhilfeunterricht in Sachen Smart Home geben und einem passionierten Apple-Fan verklickern, dass Siri sich ja überhaupt nicht für die Steuerung des Smart Home eignet, er seinen HomePod in die Tonne werfen kann und von der Idee abrücken soll, sein Smart Home mit der Apple Watch zu steuern? Sagen wir mal so: Das könnte eine anspruchsvolle Aufgabe werden, meinst Du nicht? Ist dann ein bisschen so, als würde man seinen BMW in der Garage beim Immobilienverkauf mit verkaufen und vor Dir steht ein Tesla-Fan.

Es gibt übrigens immer mehr alte Menschen, da könnte es dann im Verkaufsgespräch auch schwierig werden (“Hier soll aber nicht überall automatisch das Licht angehen! Wie kann man das denn ausstellen? Wo muss ich drücken? Oh Gott, auf diesem kleinen Bildschirm kann ich das gar nicht lesen. Die Symbole da sehen so komisch aus etc.)

Bei der Frage, ob ein (fest installiertes) Smart Home-System den Wert einer Immobilie steigert oder nicht, würde ich den eigenen Geschmack und die eigene Bewertung des Themas (macht es Sinn sein Smart Home mit der Watch zu steuern etc.) völlig außen vor lassen, das spielt schlichtweg überhaupt keine Rolle. Entscheidend sind nur zwei Punkte:

  1. Interessiert sich die breite Bevölkerung für das Thema Smart Home? (Antwort: nein, bislang ist der Anteil gering. Siehe verlinkte Studie oben)
  2. Selbst wenn das Interesse vorhanden ist, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er Käufer genau dieses (fest verbaute) System haben will? (gering, siehe die zahlreichen Beiträge hier im Forum, die zeigen, dass die Anwender sehr unterschiedliche Bedürfnisse haben).

Ob man unter diesen Bedingungen auch noch einen Aufpreis bekommt? Klar, mit viel Glück sicherlich. Wahrscheinlicher (Argumente siehe oben) ist es aber, dass Du die Investition abschreiben kannst.

Viele Grüße

Timotim