Antwort auf: Smart Home Tipps für den Einstieg gesucht

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#1553
Mycraft
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Als Erstes muss gesagt werden, dass das Konzept von „SmartHome“ nicht korrekt ist und unter den heutigen Bedingungen (noch)nicht realisierbar ist. Wir müssen von „Automatisierungssystemen“ sprechen. Welche nicht selbst mit Hilfe einer “künstlichen Intelligenz” (die ich noch nicht gesehen habe, erste Versuche gibt es jedoch) Entscheidungen trifft, sondern aufgrund von Ereignissen oder Handlungen (oder Algorithmen) infolge Einflüsse oder Änderungen äußerer Faktoren, bestimmte Reihenfolgen abgearbeitet werden. Dabei geht es in einem Smarthome über das einfache IF/Then hinaus und die Befehlsketten und Abhängigkeiten können beträchtliche Ausmaße annehmen.

Das Automatisierungssystem(Smarthome) sollte integriert sein und in sich oder in einer einzigen Steuerungsschnittstelle die maximale Anzahl von Funktionen kombinieren, dabei kann die Anzahl der Bedienterminals (Telefon, Tablet, PC am Arbeitsplatz) variieren.

Die Menschen verstehen das Konzept und die Frage oft nicht und erwarten, dass letztendlich ein “intelligentes Zuhause” entsteht. Erkennen dann jedoch, dass “intelligente Häuser” heute nur in Science-Fiction-Filmen existieren.

Automatisierungssysteme, selbst einfachste und zuverlässigste, erfordern Einstellungen und eine Inbetriebnahme (im Betrieb minimale Wartung). Es wird angenommen, dass ein Smarthome alles für sie entscheiden wird.

Ein Smarthome für mich persönlich, welches auch schon heutzutage realisierbar ist, überwacht sich selbst und die Umgebung ständig. Dabei passt sich das Gebäude der Umgebung und seinen Bewohnern genauso ständig an, um das maximale an Komfort bieten zu können.

Z.B. gehen in einem solchen Haus die Lichter nur dann an und aus, wenn diese gebraucht werden. Sprich wenn eine Person den Raum betritt und sich dann darin aufhält. Das eintretende Tages-/künstliche Licht aus anderen Quellen jedoch nicht ausreicht und somit die Beleuchtung in diesem Raum angeht. ggf. auch noch zeitabhängig und/oder über Dimmkurven (Abends im Flur voll, nachts/morgens beim Gang ins Bad im gleichem Flur nur 30%) Dabei erkennt das Haus ob noch weitere Bewohner schlafen und passt die Lautstärke der Musik morgens im Badezimmer an, so dass die anderen ungestört schlafen können. Während Einer(oder mehrere) der Morgenroutine nachgehen.

Danach geht der Bewohner runter in die Küche. Der Kaffee ist fertig gekocht und wartet in der Tasse.

Nachdem alle Bewohner das Haus verlassen haben geht es in den Schlafmodus. Schaltet alle unnötigen Verbraucher ab. Senkt nach Bedarf die Heizung. (hier muss unterschieden werden wie geheizt wird und ob ein Absenken Vorteile bringt oder nicht) . Die Alarmanlage wird eingeschaltet und die Videoüberwachung. Wenn die Post oder Besuch in Abwesenheit klingelt, dann kann einer der Hausbesitzer mit demjenigen kommunizieren und ggf. Anweisungen über die Klingeanlage geben. Im Schlafmodus wartet das Haus auf die Wiederkehr der Bewohner und simuliert dabei jedoch bis zum Eintreffen die Anwesenheit.

Im Bezug auf die Heizung versucht das Haus selbst und ständig natürlich ein Maximalmaß an “freier” Energie von außen einzufangen. -> Solaranlage auf dem Dach (PV oder ST oder beides) und Wärme durch die Fensterflächen im Winter. Im Sommer dagegen versucht das Haus soweit wie möglich durch Beschattung etc. die Wärme draußen zu halten und nur bei Bedarf dann die Klimaanlagen laufen zu lassen. Weiterhin sorgt eine Lüftungsanlage yearround für frische Luft im Haus, ohne eine Notwendigkeit Fenster aufmachen zu müssen. Verbietet dies natürlich nicht. Sollte dann z.B. ein Dachfenster offen sein und es fängt an zu regnen, wird diesen selbstverständlich vom Haus wieder verschlossen.

Zuguterletzt wird natürlich der Rasen im Garten automatisch bewässert.

Das nur so als Beispiel eines Smarthomes für den Anfänger. Es lässt sich natürlich noch viel mehr machen und automatisieren mit den schon Heute vorhandenen Mitteln.

IMHO sind aber eben Google, Apple, Alexa und Co. noch weit entfernt davon, können jedoch einzelne Bereiche abdecken und hier dann auch glänzen. Wie z.B. eben die Ganzen Sprachassistenten oder NEST Produkte.

P.S. Alles natürlich ohne eine zwingend benötigte Cloud sondern mit einem oder mehreren kleinen Servern innerhalb des Hauses. So dass jeder selbst für sich entscheiden kann, ist eine Cloud nötig oder nicht.